Dreimal mehr Waldfläche in Norwegen als vor einhundert Jahren

Verband der Waldbesitzer informiert auf der Website Forest Fund.no über die Entwicklung der Wälder in Norwegen.©Norges Skogeierforbund

Oslo, 13. März 2025. Fast die Hälfte der Norweger glaubt, dass Norwegens Wälder verschwinden. 64 Prozent der Norweger sind der Meinung, dass das Land dreimal weniger Wald hat als vor einhundert Jahren. Das zeigt eine kürzlich von Norstat im Auftrag des norwegischen Waldbesitzerverbands Norges Skogeierforbund durchgeführte Umfrage. Tatsächlich gibt es heute dreimal mehr Wälder als vor einhundert Jahren. Um die Wissenslücken zu schließen, startet der norwegische Waldbesitzerverband nun die Website Forest Fund.no, um den Menschen Fakten über die norwegische Forstwirtschaft zu vermitteln.

„Es ist ein hartnäckiger Mythos, dass die norwegische Forstwirtschaft zur Abholzung der Wälder führt. Die Wahrheit ist, dass mehr Wald wächst, als wir abholzen. Dank nachhaltiger Forstwirtschaft haben wir heute dreimal mehr Wald als vor einhundert Jahren“, sagt Heidi Hemstad, Vorsitzende des norwegischen Waldbesitzerverbandes. Die Umfrage zeige, dass die Norweger große Wissenslücken haben, wenn es um die Bedeutung der Wälder für das Klima geht. Nur jeder vierte Norweger wisse, dass junge, wachsende Wälder mehr CO₂ absorbieren als alte Wälder.

„Wir können nicht erwarten, dass sich die Leute an alle Einzelheiten zur Photosynthese aus ihrem Grundschulkurs erinnern, aber es ist seltsam, dass so wenige wissen, dass junge, wachsende Wälder eine echte CO₂-Senke sind. Die Wälder Norwegens absorbieren rund ein Drittel der Emissionen Norwegens, und ohne aktive Forstverwaltung verlieren wir die Chance, mehr Kohlenstoff zu binden, und lassen gleichzeitig eine klimafreundliche Ressource ungenutzt“, so Hemstad

Die Verteilung des Waldes in Norwegen©Norges Skogeierforbund

Die Umfrage deckt auch einen weiteren Irrtum auf: Die Menschen glauben, Forstwirtschaft sei eine kurzfristige Angelegenheit: Drei Viertel der Befragten glauben, ein Baum wächst weniger als 50 Jahre, bevor er gefällt wird. Tatsächlich wächst ein heute in Norwegen gepflanzter Baum 80 bis 100 Jahre, bevor er gefällt wird. In der Forstwirtschaft geht es um Generationen. Wir pflanzen für unsere Enkel und Urenkel, nicht für uns selbst. Keine Branche habe eine langfristigere Perspektive als die Forstwirtschaft, erklärt Hemstad.

Über die Hälfte der Norweger (52 Prozent) glaubt auch, dass die Wälder in Norwegen dem Staat gehören. Tatsächlich ist der Großteil des Waldes im Besitz von Privatpersonen. Insgesamt gibt es in Norwegen nach Angaben des Verbandes Skogfondet 120.000 Waldbesitzer. Durch das Wegerecht sind die Wälder für jeden Menschen zugänglich.

Hemstad ist überzeugt: „Die norwegischen Wälder sind nicht bedroht. Sie sind eine unserer wichtigsten Ressourcen für die Zukunft.“

Angaben des Verbandes der Waldbesitzer, basierend auf Zahlen des NIBIO und der Statistikbehörde SSB:

  • 2023 wurden in Norwegen 47.533.000 Bäume gepflanzt
  • 21.549 Mitarbeiter waren 2024 in der Forstwirtschaft beschäftigt
  • Die Waldkohlenstoff-Vorräte betrugen 2021 1.398.155.333 Tonnen CO2

Lesen Sie mehr unter www.skogfondet.no

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