
Oslo, 6. Februar 2025. Schwedische Drohnentechnologie soll künftig bei der Holzernte in Norwegen eingesetzt werden. Das schwedische Unternehmen AirForestry AB entwickelt Drohnen, die Bäume entasten, fällen und transportieren, ohne den Boden zu berühren. Für ein Pilotprojekt hat die staatliche Forstverwaltung Statskog die Wälder von Meråkerskogen als Testgebiet für den Drohneneinsatz ausgewählt. Ab 2027 sollen Drohnen zur Durchforstung in Meråker im Einsatz sein. Später sollen sie auch die Fällung übernehmen.
Die Technologie eignet sich nach Angaben von Statskog besonders für hügeliges Gelände und Böden mit geringer Tragfähigkeit, wo herkömmliche Rodungsmethoden häufig zu Geländeschäden führen. Auf der Suche nach nachhaltigeren Lösungen wird derzeit die neu erworbenen Immobilien von Statskog in Meråker nach Einsatzmöglichkeiten untersucht. Gleichzeitig erfolgt eine umfangreiche Kartierung des Geländes, verbunden mit der weiteren Entwicklung der Technologie.
Derzeit beginnt die Datenerfassung für verschiedene Jahreszeiten mithilfe von Drohnen mit Laser- und Lidar-Technologie (Light Detection and Ranging). Die großen Datenmengen werden dann mit Algorithmen, KI-Lösungen und einer Reihe anderer bestehender digitaler Systeme verknüpft.
„Hochtechnologie und praktische Forstwirtschaft auf diese Weise zu verbinden, ist anspruchsvoll und unglaublich spannend zugleich. Die drohnengestützte Holzernte kann gute Lösungen für die Herausforderungen der Forstwirtschaft bieten“, sagt Trond Gunnar Skillingstad, Leiter der Kommunikation bei Statskog.
Neben der norwegischen Forstwirtschaftsbehörde arbeitet auch die schwedische Behörde Veaskog mit Air Forestry zusammen. „Wir sehen großes Potenzial in der Zusammenarbeit mit Statskog. Norwegens Gelände ist hügeliger als das von Schweden, was unsere Technologie und Lösung vor zusätzliche Herausforderungen stellt“, sagt Olle Gelin, CEO und Gründer von AirForestry.
