
Stockholm, 2. Januar 2025 (von Judith Illerhaus, Germany Trade & Invest). Eine expansive Finanzpolitik, auch gestützt auf Rekordentnahmen aus dem Staatsfonds, sorgt für mehr Investitionen. Vor allem das Festland hat wieder bessere Wachstumsaussichten.
Norwegens staatlicher Pensionsfonds zählt zu den größten weltweit und verschafft dem Land auch in angespannten Zeiten fiskalischen Spielraum. Aktuell beläuft sich der Wert des Fonds umgerechnet auf rund 1,7 Billionen Euro. Im Haushalt für 2025 hat die norwegische Regierung erneut höhere Entnahmen veranschlagt als im Vorjahr. Die Entnahmen in Höhe von umgerechnet rund 39 Milliarden Euro sind vor allem für sicherheitspolitische Verwendungen geplant. Allein der Verteidigungshaushalt soll um 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erhöht werden.

Aber auch anderweitig geplante Investitionen im Infrastrukturbereich, in der Bauwirtschaft sowie in diverse Energieprojekte sorgen dafür, dass die Prognose für das Wirtschaftswachstum 2025 positiv ausfällt. Das nationale Statistikamt SSB geht davon aus, dass die Wirtschaft auf dem Festland, das heißt ohne die Öl- und Gasindustrie, um 1,8 Prozent wachsen wird. Inklusive des Öl- und Gassektors rechnet SSB mit einem Plus von 0,9 Prozent. Der geringere Anstieg liegt vor allem an den umfangreichen Wartungsarbeiten auf dem norwegischen Festlandsockel. Auch die ehrgeizige Exportstrategie der norwegischen Regierung fördert das Wirtschaftswachstum spürbar. Ziel ist es, die Exporte abseits von Öl und Gas bis 2030 um 50 Prozent zu steigern. Erste Erfolge hob im März 2024 der damalige Industrieminister Vestre hervor: In den vergangenen zwei Jahren stiegen die Warenexporte aus Festlandnorwegen um 30 Prozent.
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