Norwegen übernimmt Vorsitz der Arbeitsgruppe „Kontamination in der Arktis“

Arktische Verwaltungsgebiete©Winfried K. Dallmann, Norwegisches Polarinstitut

Rovaniemi, 7.Mai 2019. Norwegen hat auf der Tagung des Arktischen Rates am 7. Mai den Vorsitz des Arctic Contaminant Action Program (ACAP) übernommen. ACAP ist eine Arbeitsgruppe im Rahmen des Arctic Council, die sich mit der Frage beschäftigt, wie giftige Schadstoffe in der Arktis abgebaut werden können.

Pilotprojekte werden durch Finanzierung hauptsächlich im Rahmen des Projects Support Instrument (PSI) initiiert und umgesetzt, wobei die arktischen Anrainerstaaten freiwillig dazu beitragen. Beobachter dürfen an ACAP-Sitzungen teilnehmen.

Wie Norwegens Regierung mitteilt, stammen beispielsweise 40 Prozent des Rußes in der Arktis durch das Abfackeln von Begleitgas, was zu einer schnellen Erwärmung in der Arktis beitrage. Das Abfackeln von Begleitgas sei eine enorme Ressourcenverschwendung, die stattdessen zur Energieerzeugung oder zur Steigerung der Produktionseffizienz verwendet werden könne. Während die arktischen Staaten bei der Verringerung der Emissionen von Treibhausgasen an vorderster Front stehen sollten, müssen die Klimaprobleme durch globale Bemühungen gelöst werden. Das Abfackeln sei ein Bereich, auf den sich die Arbeitsgruppe weiterhin durch Pilotprojekte stark fokussieren werde.

Ein bedeutendes Projekt sei im Gange, um die Methanemissionen durch Abfackeln in der Erdölindustrie zu reduzieren, indem Methangas aufgefangen und wiederverwendet wird.

In Norwegen ist das Abfackeln seit vielen Jahren verboten. Die arktischen Staaten teilen Best Practices und Wissen.

Beim Treffen der Außenminister der Anrainerstaaten der Arktis hat der Arktische Rat eine Reihe neuer Berichte über den Klimawandel und den Zustand der Umwelt in der Arktis vorgelegt. Der Klimawandel sei die absolut größte Bedrohung für die Natur in der Arktis und gefährde auch den Lebensunterhalt vieler Gemeinschaften und indigener Völker. Dieses neue Wissen des Arktischen Rates bestätige, dass der Klimawandel in der Arktis in einem erschreckenden Tempo weitergehe und dass die Reduzierung von Emissionen dringend erforderlich sei.”Im Laufe einiger Jahrzehnte müssen wir die Emissionen auf Null reduzieren. Dies gilt in Norwegen, der Arktis und weltweit. Hier müssen die arktischen Länder die Führung übernehmen und Verantwortung übernehmen”, sagt der Minister für Klima und Umwelt, Ola Elvestuen.

Finden Sie hier weitere Informationen zu Projekten des Arctic Contaminant Action Program (ACAP).

Finden Sie hier eine zum Arktischen Rat vorgestellte Studie zum Meeresmüll (in englischer Sprache).

Finden Sie hier einen Bericht zur biologischen Vielfalt in der Arktis (in englischer Sprache).

Finden Sie hier einen Bericht zur Versäuerung der Arktis.

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