Kategorie: Transport & Logistik

Nordlandsbanen wieder durchgehend in Betrieb

Nach zehn Monaten Unterbrechung fahren die Züge auf der Nordlandsbanen endlich wieder durchgehen zwischen Trondheim und Bodø. Der Nachtzug wird jedoch frühestens wieder ab Herbst eingesetzt.©SJ Nord

Oslo, 22. Juni 2026. Seit dem 22. Juni fahren die Züge über die 728 Kilometer lange Nordlandsbanan von Trondheim über den Polarkreis nach Bodø wieder durchgehend. Als erster fahrplanmäßiger Zug nach zehn Monate passierte der Tageszug Trondheim – Bodø das noch provisorische Streckengleis bei Levanger. Die Linie war dort im südlichen Abschnitt im August 2025 durch einen massiven Erdrutsch unterbrochen worden. Um den Boden weiträumig zu stabilisieren, mussten enorme Materialmengen bewegt werden. Über 300.000 Kubikmeter instabiles Erdreich aus Lehm wurden abgetragen und mit rund 150.000 Kubikmeter mit Stein versetztes Erdreich wieder aufgefüllt. 

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Eine Fahrt mit dem Arctic Train auf der nördlichsten Bahn Norwegens

Modernisierung des Lærdaltunnels in Norwegen ab September dieses Jahres

Die Modernisierung beginnt im September dieses Jahres und soll im Herbst 2029 abgeschlossen sein.©Silje Drevdal/ Norwegische Straßenverwaltung

Oslo, 18. Juni 2026. Ab September wird der Lærdaltunnel modernisiert. Er ist mit 24,5 Kilometern der längste Straßentunnel der Welt und ein zentrales Element für den Personen- und Güterverkehr zwischen Bergen und Oslo. Verkehrsteilnehmer müssen sich auf lange nächtliche Sperrungen im Lærdal-Tunnel von 18:00 Uhr bis 6:00 Uhr einstellen, teilt die norwegische Straßenbehörde Statens vegvesen mit. Die vollständige Modernisierung des Lærdal-Tunnels soll im Herbst 2029 abgeschlossen sein. Den Zuschlag für die Modernisierung erhielt das Joint Venture Skanska und Vassbakk & Stol AS. Der Auftragswert beträgt 1,6 Milliarden Kronen. Die anderen Bieter haben nun zehn Tage Zeit, Einspruch einzulegen, bevor der Vertrag unterzeichnet werden kann.

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Eine Fahrt mit dem Arctic Train auf der nördlichsten Bahn Norwegens

Englische Go-Ahead zieht sich aus Norwegen zurück

Nach 2027 zieht sich Go-Ahead aus Norwegen zurück. Die Gesellschaft hinterlässt einen Scherbenhaufen.©Go Ahead

8. Juni 2026. Die englische Verkehrsgesellschaft Go-Ahead hat mitgeteilt, sich nach 2027 aus Norwegen zurückzuziehen. Go-Ahead betreibt seit 2019 die Sørlandsbanen, die Arendalsbanen und die Jærbanen, nachdem die Regierung Solberg diese Strecken im Zuge der Eisenbahnreform von 2017 öffentlich ausgeschrieben hat. Im Herbst 2024 beschloss die Regierung notgedrungen, Go-Ahead nach Vertragsablauf den Betrieb zu entziehen. Stattdessen wurde Vy das Verkehrspaket 1 der „Jernbanerevolusjon“ ohne Ausschreibung direkt zugesprochen. Dies widerspricht den Bestimmungen der Eisenbahnreform, die – weil gescheitert – immer mehr aufgeweicht wird. 

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Eine Fahrt mit dem Arctic Train auf der nördlichsten Bahn Norwegens

Einigung im überarbeiteten Haushalt: Stad-Schiffstunnel in Norwegen wird nun doch gebaut

©Kystverket / Multiconsult /Link Arkitektur/Mir

Oslo, 8. Juni 2026. Im überarbeiteten Staatshaushalt, der Mitte Mai vorgestellt wurde, hatte die norwegische Regierung keine Mittel für den Bau des Stad-Schiffstunnel vorgesehen. Nach Verhandlungen mit den Mitte-Links-Parteien im norwegischen Parlament, die zusammen mit der Arbeiterpartei eine Mehrheit im Storting erreichen, wurden nun doch Mittel für den Baubeginn des Stad-Schiffstunnels vor. Für den Tunnel ist ein Kostenrahmen von 8,6 Milliarden NOK und eine Anschubfinanzierung von 150 Millionen NOK vorgesehen, erklärte Bjørn Arild Gram, finanzpolitischer Sprecher der Zentrumspartei, auf der Pressekonferenz im Storting. Der Haushalt soll bis zum 19. Juni vom norwegischen Parlament (Stortinget) endgültig verabschiedet werden.

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Eine Fahrt mit dem Arctic Train auf der nördlichsten Bahn Norwegens

Austrian Airlines eröffnet neue Direktverbindung zwischen Bergen und Wien

Die Besatzung vor der Austrian-Airlines-Maschine mit dem  IATA-Code BGO von Bergen©Cathrine F. Framholt / Avinor

Wien, 1. Juni 2026. Austrian Airlines hat heute eine neue Direktverbindung zwischen dem Flughafen Bergen und Wien eröffnet. Von Juni bis September dieses Jahres bietet bietet die Fluggesellschaft drei Flüge wöchentlich (Montag, Mittwoch und Freitag). Die Flugdauer beträgt zweienhalb Stunden. 09:10 Uhr und 15:00 Uhr starten die Flüge von Wien, 12:25 Uhr und 18:15 geht es von Bergen zurück nach Wien. Damit erhält Westnorwegen eine neue Anbindung an Mitteleuropa und stärkt gleichzeitig das Netz attraktiver Anschlussflüge. Zur Feier der Erstlandung in Bergen und für die Passagiere des ersten Fluges nach Wien gab es eine Wasserbrücke, Luftballons, Reden und einen feierlichen Banddurchschnitt. 

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Eine Fahrt mit dem Arctic Train auf der nördlichsten Bahn Norwegens

Neuer Fahrgastrekord bei der Bahn in Norwegen

Schienenverkehr. Personenkilometer und Tonnenkilometer in Milliarden.©SSB

Oslo, 27. Mai 2026. Im Jahr 2025 gab es in Norwegen nach Angaben der norwegischen Statistikbehörde SSB 84,2 Millionen registrierte Bahnreisende, ein Anstieg von fast drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies entspricht gut zwei Millionen zusätzlichen Fahrgästen im Vergleich zu 2024. Der Transportaufwand für den Personenverkehr mit der Bahn stieg von 3,9 Milliarden auf 4,0 Milliarden Personenkilometer. Der Gütertransport auf der Schiene stieg von 2024 bis 2025 um fast drei Millionen Tonnen. Insgesamt wurden 2025 33,5 Millionen Tonnen Güter auf der Schiene transportiert. Das Güterverkehrsaufkommen betrug 2025 3,7 Milliarden Tonnenkilometer, geringfügig höher als im Vorjahr.

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Eine Fahrt mit dem Arctic Train auf der nördlichsten Bahn Norwegens

Betreiber fordern klare Aussage zur Zukunft der norwegischen Küstenroute nach 2030

Von links: Kurt Inge Angell, Norwegische Seemannsgewerkschaft, Jørn Lorentzen, Chefvertrauensmann, Norwegische Seemannsgewerkschaft, Bent Martini, Havila Kystruten, Trygve Slagsvold Vedum, Zentrumspartei und Anne Solsvik, Hurtigruten
Von links: Kurt Inge Angell, Jørn Lorentzen, norwegische Seemannsgewerkschaft, Bent Martini, CEO, Havila Kystruten, Trygve Slagsvold Vedum, Zentrumspartei, und Anne Solsvik, Kommunikationschefin Hurtigruten©Havila Kystruten

Oslo, 27. Mai 2026. Die Betreiber der Schiffe auf der Postschiffroute, die norwegische Seemannsgewerkschaft (Norsk Sjømannsforbund) sowie der Vorsitzende der Zentrumspartei Trygve Slagsvold Vedum sind besorgt über die Zukunft des regelmäßigen Schiffsverkehrs zwischen Bergen und Kirkenes. „Es wurden Zweifel geäußert, ob die Küstenroute nach Ablauf der aktuellen Vertragsperiode noch ein Existenzrecht hat“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung, die nach einem Treffen zur Erörterung der aktuellen Lage in Kirkenes herausgegeben wurde. Der aktuelle Vertrag für die Küstenroute Bergen – Kirkenes – Bergen läuft 2030 aus, wobei die norwegischen Behörden eine Option auf ein weiteres Jahr haben. Das Ministerium für Verkehr und Kommunikation hat noch keine klaren Hinweise gegeben, ob es nach Vertragsende eine neue Ausschreibung durchführen wird.

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Norwegisches Weltkulturerbe wieder betriebsfähig

Der Eröffnungszug auf der Tinnosbanen wurde von der Bevölkerung und von Vertretern aus Gesellschaft und Politik mit großer Begeisterung begrüßt. Die Tinnosbanen war bis 1991 ein Abschnitt der Gesamt-Transportstrecke von Rjukan bis nach Skien.©Bane NOR

Notodden, 21. Mai 2026. Der erste Abschnitt der Tinnosbanen von Notodden nach Lisleherad wurde am 21. Mai 2026 mit einem Festakt wieder in Betrieb genommen. Damit fuhr auf dieser Strecke erstmals seit 2009 wieder ein Zug. Der Eröffnungszug bestand aus der Diesellok Di 3 616 des norwegischen Eisenbahnmuseums Norsk Jernbanemuseum, einem Personen- und einem Buffetwagen. Die 1991 stillgelegte Tinnosbanen gehört zum UNESCO-Welterbe und zum norwegischen Industriekulturerbe. Das wieder Züge fahren können, ist den umfangreichen Arbeiten von Bane NOR zu verdanken. Auf einem sieben Kilometer langen Streckenabschnitt von Notodden nach Lisleherad wurden rund 11.200 neue Schwellen verlegt. Die Arbeiten werden durch staatliche Zuschüsse in Höhe von 45 Millionen Kronen finanziert.

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Reisen in Norwegen: Bus statt Zug in diesen Sommer

©Nikolas Gogstad, Bane NOR

Oslo, 19. Mai 2026. In diesem Sommer wird es auf zahlreichen Bahnstrecken in Norwegen wieder umfangreiche Instandhaltungsarbeiten geben. Dann heißt es wieder: „Buss for Tog“ (Bus statt Zug). Insbesondere werden Mittel- und Ostnorwegen betroffen sein. Während der Streckensperrungen müssen Fahrgäste auf Busse ausweichen. Gelbe Schilder weisen den Weg zu den Bushaltestellen und informieren über Abweichungen vom üblichen Fahrplan.

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Keine Mittel im überarbeiteten Staatshaushalt für den Stad-Schiffstunnel

8,6 Milliarden NOK sind für den Bau des Stad-Schiffstunnels notwendig. Das ist wesentlich mehr, als das Parlament zur Finanzierung zugesichert hatte. Damit steht das Projekt endgültig vor dem Aus.©Snøhetta

Oslo, 12. Mai 2026. Die Regierung will die Arbeiten am Stad-Schiffstunnel einstellen. Im überarbeiteten Staatshaushalt sind keine Mittel für das Projekt vorgesehen. Als Grund nennt die Regierung die hohen Kosten von 8,6 Milliarden NOK, die deutlich höher ausfallen als bisher veranschlagt. Dies sind mehr als 3 Milliarden NOK über dem vom Storting verabschiedeten Kostenrahmen. Der Nutzen des Projekts stehe in keinem Verhältnis zu den hohen Kosten, teilt die Regierung mit.

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Direktzug von Oslo nach Berlin ab Sommer 2028 – ab 15. Juni 2026 Direktverbindung Oslo-Malmö

Ein neuer ICE-L-Talgozug der Deutschen Bahn, der auf der Strecke zum Einsatz kommen soll.©Deutsche Bahn

8. Mai 2026. Ab Sommer 2028 wird in Zusammenarbeit von Vy, DSB und DB ein Direktzug von Oslo via Göteborg nach Hamburg – Berlin eingeführt. Die Unterwegshalte werden in Moss, Fredrikstad, Sarpsborg, Halden, Trollhättan, Göteborg, Halmstad, Helsingborg, Lund, Malmö, Københavns Lufthavn, Københavns Hovedbanegård, Odense, Kolding und Padborg sein. Auf der gesamten Strecke kommen die neuen ICE-L-Talgozüge der Deutschen Bahn zum Einsatz. 

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Norwegens „Eisenbahn-Revolution“ beginnt zu bröckeln 

Was hoffnungsvoll begann, hat zu einem Desaster geführt. Deshalb erhält Vy nach Vertragsablauf 2027 die Strecken des britischen Unternehmens Go-Ahead.©Go-Ahead

4. Mai 2026. Die starren Bestimmungen der norwegischen Jernbane-Revolusjon werden notgedrungen erstmals aufgeweicht. Das Verkehrsministerium unter Minister Jon-Ivar Nygård hat beschlossen, nach Ablauf des Vertrages mit dem britischen Unternehmen Go-Ahead im Dezember 2027 für zunächst fünf Jahre die norwegische Vy (ehemals NSB) mit dem Zugverkehr auf der Sørlandsbanen und Arendalsbanen zu beauftragen – ohne Ausschreibung. Die Bestrebungen für einen noch früheren Wechsel waren aus rechtlichen Gründen nicht realisierbar. Die Sørlandsbanen führt von Oslo nach Stavanger und die Arendalsbanen von Nelaug nach Arendal. Der Abschnitt der Sørlandsbahnen von Stavanger nach Egersund wird auch als Jærbanen bezeichnet. Am 30. April 2026 wurden die neuen Pläne vorgestellt.

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Rentiertransport per Lastkahn auf die Sommerweiden gestartet

Jeweils im Frühjahr und im Herbst werden in Norwegen rund 8.000 Rentiere mit ausrangierten Landungsbooten auf Inseln vor der Küste der Provinzen Troms und Finnmark transportiert.©Landwirtschaftsdirektion

Oslo, 28. April 2026. Am 20. April startete in Norwegen der Transport von Rentieren auf die Sommerweiden auf Inseln vor der Küste der Provinzen Troms und Finnmark. 8.000 Rentiere werden bis zum 3. Mai mit einem ehemaligen militärischen Landungsboot transportiert. Das Schiff kann bis zu 500 Rentiere pro Fahrt transportieren.

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Neues Projekt für Testarena von Hybridflugzeugen in Norwegen

Das Hybrid-Elektroflugzeug soll nächstes Jahr in Norwegen getestet werden
Das Hybrid-Elektroflugzeug„ von Electra Airwas soll im kommenden Jahr in Norwegen getestet werden.©

Værnes, 21. April 2026. Die amerikanische Bristow Group Inc., die Fluggesellschaft Electra Airways, der norwegische Flughafenbetreiber Avinor und die norwegische Zivilluftfahrtbehörde haben in Trondheim eine Vereinbarung zum Start eines neuen internationalen Pilotprojekts für emissionsfreies und emissionsarmes Fliegen in Norwegen unterzeichnet. Ziel des Projekts ist es, operative, regulatorische und marktbezogene Erkenntnisse zu gewinnen, die die Einführung von Elektro- und Hybridflugzeugen unterstützen können.

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Lufthansa Group streicht 20.000 Flüge – Strecke zwischen Frankfurt und Stavanger betroffen

Eine Alternative zum Flug: Die Ankunft in Trondheim mit dem Schiff.©BPN

Frankfurt/Main, 22. April 2026. Die Lufthansa hat ihr Flugangebot im Sommer an allen sechs Drehkreuzen in Frankfurt am Main, München, Zürich, Wien, Brüssel und Rom reduziert. Insgesamt werden bis Oktober 20.000 Kurzstreckenflüge aus dem Flugplan genommen, was einer Einsparung von rund 40.000 Tonnen Kerosin entspricht, teilt die Fluggesellschaft mit. Der Preis für Kerosin habe sich seit Ausbruch des Iran-Konflikts verdoppelt.

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