
Berlin, 28. September 2026. Weniger Luxus, mehr Seele – das ist die Idee hinter der Initiative „Smørbrød“, die die Vertretung des Norwegian Seafood Councils in Deutschland gemeinsam mit dem norwegischen Spitzenkoch Kenneth Gjerrud und Gastkoch Hendrik Otto in dieser Woche in der norwegischen Botschaft in Berlin startete. Dabei geht es um Authentizität, Nostalgie und Handwerk. Auf Fine Dining folgt die neue Genusskultur „Casual Excellence“.
Zum Hintergrund dieser Initiative erklärte Christine Iversen, Direktorin des Norwegian Seafood Councils für Deutschland: “Der Norwegische Seafood Council hat einen sehr einfachen Auftrag. Wir wollen, dass sich mehr Menschen in Deutschland für norwegischen Fisch und Meeresfrüchte begeistern. Und dafür arbeiten wir mit Exporteuren, Großhändlern, Distributoren, Importeuren. Gastronomen und allen Mitgliedern der Wertschöpfungskette für Fisch- und Meeresfrüchte zusammen, um Geschäfte möglich zu machen. Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es immer neuer Impulse.“
Die Idee zur Initiative „Smørbrød“ entstand bei einem Workshop. Auf der Suche nach einen neuen Food-Trend, der die Begeisterung der Deutschen für norwegischen Fisch und Seafood wecken soll, fiel das Wort „Brotzeit“, die, obwohl in Bayern angesiedelt, in ganz Deutschland als eine gemütliche Mahlzeit bekannt ist. Sofort dachten alle Teilnehmer an Smørbrød, das Butterbrot, das in ganz Skandinavien die Food-Tradition prägt. „Und wenn es etwas gibt, das die Norweger und die Deutschen in der Esskultur verbindet, dann ist es wohl die Liebe zum Brot“, sagt Christine Iversen.
Der Spitzenkoch Kenneth Gjerrud lebt seit 26 Jahren in Deutschland. Er betreibt die Tapas-Bar Skål Nordic Tapas und das Restaurant Fjord by Munch’s Hus in Berlin. Seit Anfang dieses Jahres fungiert er als Markenbotschafter des Norwegian Seafood Councis. Im Fjord Nordic Restaurant und in der Tapas Bar bietet er nicht nur klassische norwegische Küche, sondern auch skandinavische Klassiker, unter anderem Matjesvariationen auf Smørbrød. Im Berliner Feinkostmarkt „Frische Paradies“ stellte er in diesem Jahr zu Beginn der Skreisaison verschiedene Gerichte des norwegischen Winterkabeljaus vor.
„In meinen Restaurants biete ich auch Smørbrød an. Tatsächlich sind diese kleinen, belegten Brote die meistverkauften Speisen. Hinter der Philosophie des Smørbrøds steckt ein Konzept, das die Esstradition Schwedens, Norwegens, und Dänemarks verbindet“, erklärt Kenneth Gjerrud.
Die DNA, also das Fundament eines Smørbrøds, besteht aus fünf Komponenten: Brot, Butter, Belag, Sauce oder Creme und Garnitur. Es muss delikat aussehen. Der Klassiker der Smørbrød-Gerichte ist die Stjerneskud (Sternschnuppe). Das Rezept ist im Internet nachzulesen.
„Wir Norweger nutzen als Belag natürlich gern Lachs, Sill (atlantischen Hering), und Matjes (junger, nicht geschlechtsreifer Hering). Fisch und Meeresfrüchte als Belag kommen in Deutschland gut an. In Norddeutschland wird viel Fisch verzehrt. Jetzt wollen wir auch Süddeutschland erobern. Hier wollen wir die Restaurantgäste neben den traditionellen Häppchen auch mit Königskrabben, Schneekrabben und Langusten als Belag begeistern“, so Kenneth.
Beim Gedankenaustausch zum Smørbrød konnten die Gäste natürlich die verschiedenen Varianten des Smørbrøds probieren.
