Norwegen fällt im internationalen Innovationsindex um einen Platz zurück

Oslo, 20. September 2026. Norwegen fällt im diesjährigen Globalen Innovationsindex von Platz 20 auf Platz 21. In der Unterkategorie Innovationsleistung erzielt Norwegen die bisher schlechteste Platzierung. Norwegen zählt zwar weiterhin zu den 25 führenden Ländern und gilt damit als Innovationsführer. Angesichts des Entwicklungsstands und der Wirtschaftskraft des Landes erzielt es erwartungsgemäß gute Ergebnisse, teilt das norwegische Patentamt mit. Der diesjährige Rückgang gebe dennoch Anlass zur Sorge. In diesem Jahr führen die Schweiz, Schweden und die Vereinigten Staaten die Rangliste an.   

„Norwegens Position im Globalen Innovationsindex zeigt ein ähnliches Bild wie andere Messgrößen, etwa das Europäische Innovations-Scoreboard, wo Norwegen von Platz 9 auf Platz 10 im Zeitraum 2025 bis 2026 abgerutscht ist“, sagt Kathrine Myhre, Direktorin des norwegischen Patentamts. Bei beiden Messungen schneidet Norwegen unter anderem bei der internationalen Nutzung von Marken- und Designrechten schlecht ab.  

Im Globalen Innovationsindex belegt Norwegen seit sechs Jahren einen relativ stabilen Platz um Rang 20. Die meisten Länder an der Spitze der diesjährigen Liste sind einkommensstarke Länder wie Norwegen. 

Das jährliche Ranking wird von der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) erstellt. Der Globale Innovationsindex vergleicht die Innovationsfähigkeit von 139 verschiedenen Ländern und misst 78 verschiedene Aspekte der Innovationsfähigkeit und der sozialen Bedingungen dieser Länder. 

Die Indikatoren sind in die Kategorien Innovationsinput und Innovationsoutput unterteilt. Input sind Ressourcen und Rahmenbedingungen, die Innovationen ermöglichen. Output sind die konkreten Ergebnisse der Innovationsarbeit.  

Norwegen fällt in der Kategorie Produktion von Platz 26 auf Platz 30 zurück. Dies ist Norwegens schlechteste Platzierung in dieser Kategorie überhaupt. 

Der Globale Innovationsindex zeigt seit Jahren, dass Norwegen die Voraussetzungen für Innovation, Wertschöpfung und gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit erfüllt. Doch konkrete Innovationsergebnisse lassen sich nur schwer erzielen, heißt es in einer Pressemittelung. „Das diesjährige Ranking belegt, dass wir weniger als zuvor in der Lage sind, aus Investitionen in Forschung und Innovation Ergebnisse zu generieren“, so Myhre.  

Norwegen schneidet auch in der Hauptkategorie Inputs schwächer ab als im Vorjahr und fällt von Platz 11 auf Platz 16. Dies entspricht der Position ab 2024 und zählt zu den schwächsten der letzten sechs Jahre.  

„Die Zahlen belegen, dass Norwegen in Forschung investiert und gute Voraussetzungen für die Entwicklung von Produkten und Lösungen sowie für erfolgreiche Innovationen bietet. Die Herausforderung besteht darin, dass wir im Vergleich zu anderen Ländern unsere Anstrengungen weniger effizient in konkrete Ergebnisse und Wertschöpfung umsetzen können“, so Myhre.   

Im Laufe der Zeit hat Norwegen im globalen Innovationsindex schwächer abgeschnitten als seine nordischen Nachbarn, mit Ausnahme von Island.  Neben Schwedens zweitem Platz gehören Finnland und Dänemark mit den Plätzen 8 und 9 zu den Top Ten der diesjährigen Rangliste. Island belegt Platz 26. 

Finden Sie hier weitere Informationen zum Ranking Norwegens im Globaeln Innovations Index 2026.

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