Norwegen, Deutschland und Großbritannien kooperieren bei U-Boot-Abwehr

Beim Treffen der NATO-Verteidigungsminister in Brüssel: V.l. Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius, der norwegische Verteidigungsminister Tore O. Sandvik und der britische Verteidigungsminister Dan Jarvis©Frank Lynum / Norwegisches Verteidigungsministerium

Brüssel, 18. Juni 2026. Deutschland, Großbritannien und Norwegen wollen künftig mehr Verantwortung bei der Überwachung und Verfolgung der U-Boot-Aktivitäten im Nordatlantik sowie im Hohen Norden übernehmen. Beim Treffen der NATO-Verteidigungsminister in Brüssel unterzeichneten die Verteidigungsminister der drei Länder ein entsprechendes Abkommen. Ziel ist es, die U-Boot-Abwehrfähigkeit der NATO zu stärken, auf russische U-Boot-Aktivitäten im Nordatlantik zu reagieren und das Militär der USA in diesem Bereich zu entlasten. Die Initiative knüpft an die strategischen Partnerschaftsabkommen zwischen den drei Ländern an – das Lunnahusset-Abkommen mit Großbritannien und das Hansa-Abkommen mit Deutschland. Die Unterzeichnung folgt einer Vereinbarung vom Februar, die die U-Boot-Bekämpfung als zentralen Bereich für eine verstärkte strategische Zusammenarbeit zwischen den drei Ländern festlegte.

Die Initiative konzentriert sich unter anderem auf verbesserte Überwachung, den Ausbau gemeinsamer Fähigkeiten, Planung, Übungen und Ausbildung sowie gemeinsame Militäroperationen.

„Norwegens strategische Lage macht es für uns besonders wichtig, uns gegen feindliche U-Boote verteidigen zu können. Dies ist wichtig für die Sicherheit Norwegens und des gesamten NATO-Bündnisses. Wir stärken derzeit die Verteidigungsfähigkeiten Norwegens und Europas“, erklärt Verteidigungsminister Tore O. Sandvik.

Diese Initiative ist ein konkreter Beitrag zur Lastenteilung und zu einem stärkeren Europa in einer stärkeren NATO. Sie demonstriert den Willen und die Fähigkeit der drei Nationen, eine größere und umfassendere Verantwortung für die euro-atlantische Sicherheit zu übernehmen, teilt das norwegische Verteidigungsministerium mit. Deutschland, Norwegen und das Vereinigte Königreich verfügen gemeinsam über mehrere moderne Fregatten, die an der U-Boot-Jagd teilnehmen können, Seeaufklärungsflugzeuge vom Typ Boeing P-8 Poseidon und eine große Anzahl moderner U-Boote.

„Dies wird allen Verbündeten in der Region Sicherheit geben und gleichzeitig die Fähigkeit des Bündnisses erhalten, die Freiheit der Schifffahrt zu gewährleisten und wichtige strategische Gebiete jetzt und in Zukunft zu überwachen und zu schützen“, so Sandvik.


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