
Oslo, 9. März 2026. Heute beginnt in Norwegen die Militärübung „Cold Response 2026“. Vom 9. bis 19. März 2026 werden Truppen aus 14 Ländern unter den harten Bedingungen der Arktis trainieren. Wie die norwegischen Streitkräfte Forsvaret mitteilen, besteht das Ziel des Manövers darin, die Verteidigungsfähigkeit Norwegens und seiner Verbündeten zu stärken und Vertrauen in der Bevölkerung zu schaffen. Bundeskanzler Merz, Norwegens Ministerpräsident Støre und Bundesminister Pistorius werden die NATO-Übung gemeinsam besuchen.
Die Übung „Cold Response 2026“ wird von einem norwegisch-amerikanischen Hauptquartier in Reitan bei Bodø geleitet. Rund 25.000 Soldaten nehmen daran teil. Davon üben etwa 11.800 auf norwegischem Boden, die übrigen Streitkräfte trainieren auf See und in der Luft. Zusätzlich trainieren mehrere Tausend Soldaten in Finnland.
Norwegens anspruchsvolles Klima und die abwechslungsreiche Geografie mit ihren kurzen Entfernungen zwischen Fjorden und Gebirgen machten das Land zu einem attraktiven Übungsgebiet für militärisches Training, heißt es in einer Pressemitteilung der Streitkräfte. Übungen unter norwegischen Bedingungen lieferten den alliierten Streitkräften wertvolle Erfahrungen im arktischen Umfeld, die für die Einsatzfähigkeit im Hohen Norden unerlässlich sind. „Cold Response 2026“ findet hauptsächlich in Nordland, Troms und Westfinnmark statt. Dies bildet die Landkomponente der Übung; zusätzliche Landoperationen werden in Nordfinnland durchgeführt. Darüber hinaus finden Luftoperationen über allen nordischen Ländern und Seeoperationen im Nordatlantik statt.
Die Übung in Norwegen findet größtenteils auf zivilem Privatgelände und oft in unmittelbarer Nähe zu Wohngebieten statt. Dies ist in Norwegen gängige Praxis. Rund 40.000 Grundstücksbesitzer vor allem in Troms erhielten Schreiben, in denen sie aufgefordert wurden, ihr Grundstück für die Übung zur Verfügung zu stellen. Zudem erhalten sie eine Karte des ausgewählten Übungsgebiets.
