Rentabler Ölfund im Snorre-Gebiet – Partner planen rasche Entwicklung

Die Bohrung wurde mit der Bohrinsel Deepsea Atlantic durchgeführt.©Odfjell Drilling

Oslo, 2. März 2026. Der norwegische Energiekonzern Equinor ASA und seine Partner haben im Snorre-Gebiet in der Nordsee ein wirtschaftlich rentables Ölfeld entdeckt. Die Partner planen bereits eine zügige und kosteneffiziente Erschließung. Die von der Bohrinsel Deepsea Atlantic niedergebrachte Bohrung hat Kohlenwasserstoffe nachgewiesen. Die vorläufige Mengenschätzung liegt zwischen 25 und 89 Millionen Barrel förderbarer Öläquivalente (4–14,2 Millionen Standardkubikmeter).

„Die neue Entdeckung wird schnell an bestehende Unterwasseranlagen angebunden und über die Plattform Snorre A gefördert. Die Exploration in Feldnähe ist wichtig, um die Lebensdauer bereits betriebener Felder zu verlängern. Da der Großteil der Infrastruktur bereits amortisiert ist, handelt es sich um wettbewerbsfähige Fördermengen“, so Erik Gustav Kirkemo, Exploration & Production Norway, Senior Vice President für den südlichen Bereich.

Die Entdeckung Omega South ist ein Pilotprojekt für einen neuen, schnelleren und kostengünstigeren Ansatz zur Erschließung von Unterwasserfeldern und zeigt den Weg für die zukünftige Entwicklung des norwegischen Kontinentalschelfs auf. „Neu ist, dass wir die Feldentwicklung nun bereits vor der Entdeckung planen. Dadurch können neue Funde innerhalb von nur zwei bis drei Jahren in Produktion gehen. Die Explorationsbohrung wurde durch ein Fundament gebohrt. Die Partner planen, sowohl dieses Fundament als auch Teile der Explorationsbohrung bei der Feldentwicklung wiederzuverwenden. Das senkt die Kosten und ermöglicht einen schnelleren Produktionsstart“, so Trond Bokn, Senior Vice President für Projektentwicklung bei Equinor.

Lage des neuen Ölfundes©NOD

Norwegen deckt 20 Prozent des europäischen Ölbedarfs und 30 Prozent des Gasbedarfs, doch die Produktion aus bestehenden Feldern ist rückläufig. Daher ist es wichtig, die Explorationsaktivitäten zu intensivieren und die Erschließung neuer Vorkommen zu beschleunigen, die an bestehende Felder angebunden werden können, teilt Equinor mit. Das Unternehmen will sein Produktionsniveau von 2020 im Jahr 2035 in etwa beizubehalten. Dies entspricht rund 1,2 Millionen Barrel Öl und Gas pro Tag vom norwegischen Festlandsockel. Etwa 70 Prozent davon werden aus neuen Bohrungen und Erschließungen stammen, 250 Explorationsbohrungen sollen durchgeführt werden, die meisten davon in der Nähe bestehender Felder.

Das Snorre-Feld produziert seit 1992 und hat seine Fördermengen kontinuierlich erweitert, zuletzt mit dem Start des Snorre-Erweiterungsprojekts im Jahr 2020. Diese Unterwassererschließung brachte zusätzliche 200 Millionen Barrel und verlängerte die Lebensdauer des Feldes bis über das Jahr 2040 hinaus. Die neue Omega-South-Entdeckung kann nun an diese Infrastruktur angebunden werden, was ebenfalls zur Senkung der Gesamtentwicklungskosten beiträgt.

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