Norwegen mit neuem Forschungsbüro auf Spitzbergen

Oslo, 4. März 2026. Norwegen will seine Führung im Bereich Forschung auf Svalbard (Spitzbergen) verstärken und die internationale Forschungskooperation ausbauen. Wie die Regierung ankündigte, wird die 2018 verabschiedete Strategie für Forschung und Hochschulbildung auf Spitzbergen aktualisiert und ein neues Forschungsbüro auf Spitzbergen eingerichtet. Das Büro wird mit Mitarbeitern des norwegischen Forschungsrats und des Norwegischen Polarinstituts besetzt.

Norwegen fördert seit über 60 Jahren die internationale Forschungskooperation auf Spitzbergen. Angesichts der aktuellen Sicherheitslage sei eine sichere und qualitativ hochwertige Forschungskooperation wichtiger denn je, erklärt Forschungs- und Hochschulministerin Sigrun Åsland. Wie die Justiz- und Sicherheitsministerin Astri Aas-Hansen erklärt, geht es darum, den Überblick in der Arktis zu behalten und die Forschungsaktivitäten zu koordinieren. Die aktualisierte Strategie soll dabei ein wichtiges Instrument sein.

Die Entwicklungen in der Sicherheitspolitik in der Arktis haben Auswirkungen darauf, wie Norwegen mit ausländischen Forschungseinrichtungen zusammenarbeitet und Forschungsaktivitäten organisiert. Wie auch in anderen Bereichen des Wissenssektors sei es das Ziel, die Forschung auf Spitzbergen so offen wie möglich und so sicher wie nötig zu gestalten, heißt es in einer Pressemitteilung.

Neben Sicherheitsfragen geht es auch um den Klimawandel. Spitzbergen ist eines der letzten großen Wildnisgebiete Europas und ein einzigartiges Referenzgebiet für die Klima- und Umweltforschung.

„Die Natur Spitzbergens gehört zu den empfindlichsten, die wir haben, und auch die Forschungstätigkeiten belasten die Umwelt. Deshalb ist es wichtig, dass wir jetzt eine bessere Koordination gewährleisten, um die Gesamtbelastung zu reduzieren und sicherzustellen, dass die Natur dieser Belastung standhalten kann“, so Klima- und Umweltminister Andreas Bjelland Eriksen.

Seit Verabschiedung der Strategie habe sich die sicherheitspolitische Landschaft verändert, und Spitzbergen habe tiefgreifende Veränderungen erfahren, darunter gesellschaftliche Umstrukturierungen, verstärkte Aktivitäten und Mobilität vor Ort sowie den Klimawandel. Daher sei eine Aktualisierung der Strategie notwendig. Sie wurde nun im Einklang mit dem Spitzbergen-Bericht von 2024 und dem Weißbuch „Sicheres Wissen in einer unsicheren Welt“ von 2025 aktualisiert, teilt die Regierung mit.

Das Svalbard-Forschungsbüro in Longyearbyen soll die Forschungsstrategie für Svalbard weiter ausarbeiten, zentrale Anlaufstelle und Ressource für die Forschungsgemeinschaft sein und qualitativ hochwertige Forschung fördern. Darüber hinaus geht es darum, Wege zu finden, die Gesamtbelastung der Natur zu reduzieren. Das Büro wird einen jährlichen Bericht über seine Tätigkeit erstellen.

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