Neue Ressourcenschätzung für das Fensfeld in Norwegen

Der Fen-Carbonatitkomplex in Telemark gilt als das größte Vorkommen seltener Erden in Europa©Sven Dahlgren/REN

Oslo, 6. März 2026. Rare Earths Norway AS (REN) präsentierte am 3. März eine aktualisierte Ressourcenschätzung für den Fen-Carbonatitkomplex in der Telemark, die vom Beratungsunternehmen WSP erstellt wurde. Darin wird nach Angaben von REN bestätigt, dass das Unternehmen über Europas mit Abstand größte Lagerstätte an Seltenen Erden (SEE) verfügt. Die aktualisierte Schätzung zeigt, dass das Vorkommen an Seltenen Erdenoxiden in den kartierten Ressourcen ursprünglich bei 8,8 Millionen Tonnen im Jahr 2024, nach weiteren Erkundungen jetzt aber auf 15,9 Millionen Tonnen geschätzt wird – ein Anstieg um rund 80 Prozent. Die aktualisierte Schätzung basiert auf rund 10.000 Metern neuem Bohrkernmaterial aus dem Jahr 2025. Insgesamt hat das Unternehmen nun rund 30.000 Meter Bohrkernmaterial analysiert. Durch die engere Bohrung konnten detailliertere Kenntnisse über die Lagerstätte gewonnen werden, und die Sicherheitszone (Deckpfeiler) zwischen dem Abbauraum und der Oberfläche wurde von 25 auf 100 Meter vergrößert.

Erstmals wurden Teile der Ressource auch in die Kategorie „angezeigt“ eingestuft, was ein höheres Maß an geologischer Sicherheit widerspiegelt, teilt das Unternehmen mit.

Im WSP-Bericht heißt es weiterhin, dass der Anteil von Neodym und Praseodym (NdPr) an TREO von etwa 17 auf 19 Prozent erhöht werden kann. Diese Seltenen Erden gelten bei der Europäischen Kommission aufgrund ihres Versorgungsrisikos als die kritischsten Rohstoffe und sind wichtig für die Herstellung von Permanentmagneten für Elektrofahrzeuge, grüne Energie und Verteidigung. Die
Lagerstätte von REN enthält zudem signifikante Mengen an Niob und Thorium, die sich zu wertvollen Nebenprodukten des Projekts entwickeln könnten.

„Die Ergebnisse sind sehr positiv und bestärken das Unternehmen in seinen weiteren Bemühungen. Wir gehen davon aus, dass die deutliche Erhöhung der Ressourcenschätzung das Projekt von Rare Earths Norway für Norwegen und die EU noch strategisch wichtiger macht und dass die Behörden aktiv werden und mit Rahmenbedingungen dazu beitragen, die die erste europäische Gewinnung von Seltenen Erden sichern können“, so Alf Reistad, Geschäftsführer von Rare Earths Norway.

Alf Reistad, CEO von REN, zusammen mit Handels- und Industrieministerin Cecilie Myrseth während der PDAC-Mineralienkonferenz in Kanada.©NFD

„Das ist äußerst spannend und hebt das Fens-Feld auf ein ganz neues Niveau. Kritische Mineralien sind unerlässlich für grüne Energie, Technologie und Verteidigung, um nur einige Beispiele zu nennen. Die im Fens-Feld gefundenen Ressourcen können unsere Abhängigkeit von anderen Ländern verringern, was für Norwegen und seine Verbündeten von großer Bedeutung ist“, so Handels- und Industrieministerin Cecilie Myrseth. 

Das Unternehmen kooperiert mit der Montanuniversität Leoben in Österreich bei der Weiterentwicklung des Projekts. Das geplante Abbauverfahren, das Raise-Mining, wird zu einem effizienteren und schonenderen Betrieb beitragen.

Der WSP-Bericht zeigt, dass der Anteil von Neodym und Praseodym (NdPr) an den Ressourcen von etwa 17 auf 19 Prozent der Gesamtmenge an Seltenerdelementen in Oxidform (TREO) erhöht werden kann. NdPr gilt der Europäischen Kommission als einer der wichtigsten Rohstoffe hinsichtlich der Versorgungssicherheit und ist von großer Bedeutung für die Herstellung von Permanentmagneten, unter anderem für Elektrofahrzeuge, die Energieerzeugung und die Verteidigungsindustrie.

REN wurde 2016 gegründet. Eigentümer sind die Hustadlitt Group und und Brennebu AS.

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