Isar Aerospace plant zweiten Raketenstart vom norwegischen Weltraumbahnhof Andøya

Das Münchner Raumfahrtunternehmen Isar Aerospace verfügt über einen eigenen Startkomplex auf dem Weltraumbahnhof Andøya Space in Norwegen.©Isar Aerospace

Andøya, 16. Januar 2026. Das Raumfahrtunternehmen Isar Aerospace steht kurz vor seinem zweiten Start. Der Qualifizierungsflug soll frühestens am 21. Januar vom firmeneigenen Startkomplex auf dem Weltraumbahnhof Andøya in Norwegen erfolgen, vorbehaltlich geeigneter Wetterbedingungen sowie der Sicherheits- und Startplatzfreigabe. Das Startfenster öffnet sich um 21.00 Uhr MEZ.

„Dieser Qualifikationsflug ist der nächste Schritt zu einem souveränen Zugang zum Weltraum für Europa. Nur zehn Monaten, nachdem wir bewiesen haben, dass Trägerraketen in Europa entwickelt, gebaut und gestartet werden können, sind wir bereit für den nächsten Start. Europa benötigt dringend Zugang zum Weltraum. Eine schnelle Weiterentwicklung entsprechender Fähigkeiten ist jetzt entscheidend, um Kapazitäten genau dann bereitzustellen, wenn sie benötigt werden“, sagt Daniel Metzler, CEO und Mitgründer von Isar Aerospace.

Ziel der Mission: Operative Qualifizierung

Die Mission ‘Onward and Upward’ startet mit dem Ziel, kritische Systeme der Trägerrakete ‘Spectrum’ unter operativen Bedingungen zu validieren. Es ist der erste Flug von Isar Aerospace, bei dem Nutzlasten an Bord sind. Dabei handelt es sich um fünf Kleinsatelliten (CubeSats) und ein Experiment. „Die Erkenntnisse, die wir mit dieser Mission gewinnen, werden die Weltrauminfrastruktur Europas stärken. Eine Fähigkeit, die für die Verteidigungsbereitschaft und die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit unerlässlich ist“, sagte Alexandre Dalloneau, Vice President Mission und Launch Operations bei Isar Aerospace.

Die Mission ‘Onward and Upward’ wird vom Boost!-Programm der ESA unterstützt. Durch Boost! gewann Isar Aerospace den ersten Microlauncher-Wettbewerb der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR, in dessen Rahmen die Nutzlasten für diesen Flug ausgewählt wurden.

‘Spectrum’ Trägerraketen 3–7 in Produktion

Isar Aerospace treibt Europas Zugang zum Weltraum durch seine vollständig vertikal integrierte, automatisierte Produktion entscheidend voran. Das Unternehmen entwickelt und fertigt seine ‘Spectrum’ Trägerraketen fast vollständig in-house. Mit den bereits in Produktion befindlichen Raketen 3–7 und einer neuen 40.000 Quadratmeter großen Anlage in der Nähe von München, die 2026 eröffnet wird, ist Isar Aerospace gut positioniert, um der weltweit steigenden Nachfrage nach Zugang zum Weltraum zu begegnen, heißt es in einer Pressemitteilung.

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