
Oslo, 22. Dezember 2025 (aktualisiert am 2. Jannuar 2026). Empire Offshore Wind LLC (Empire) muss den Bau des Windparks vor der Küste New Yorks erneut stoppen. Das vom norwegischen Energiekonzern Equinor betriebene Projekt erhielt am 22. Dezember vom Bureau of Ocean Energy Management (BOEM) die Mitteilung, dass die laufenden Aktivitäten auf dem äußeren Kontinentalschelf unter Berufung auf nationale Sicherheitsbedenken ausgesetzt werden. Insgesamt hat das US-Innenministerium an fünf im Bau befindlichen Offshore-Windprojekten entsprechende Mitteilungen verschickt. Bereits im April wurden die Bauarbeiten von Empire von den US-Behörden gestoppt, im Mai wurde die Genehmigung zur Fortsetzung des Projektes erteilt. Wie Equinor mitteilt, steht Empire Wind mit den zuständigen Behörden in Kontakt, um die Sachlage besser zu verstehen.
Am 2. Januar 2026 hat Empire Offshore Wind LLC beim US-Bezirksgericht für den District of Columbia eine Zivilklage gegen die Anordnung des US-Innenministeriums eingereicht, das Projekt Empire Wind vorläufig einzustellen. Empire beabsichtigt, im Rahmen dieses Verfahrens eine einstweilige Verfügung zu beantragen, um den Bau während des laufenden Verfahrens fortsetzen zu können. Während Empire weiterhin eng mit dem Bureau of Ocean Energy Management (BOEM) und den anderen zuständigen Behörden zusammenarbeitet, um eine rasche Lösung zu finden, ist die Anordnung aus Equinors Sicht rechtswidrig und gefährdet den Fortschritt der laufenden Arbeiten mit erheblichen Folgen für das Projekt. Die Beantragung einer einstweiligen Verfügung sei notwendig, um die planmäßige Fortsetzung des Projekts in dieser kritischen Ausführungsphase zu gewährleisten und weitere wirtschaftliche und finanzielle Auswirkungen zu vermeiden, die bei Fortbestand der Anordnung wahrscheinlich eintreten würden, teilt Equinor mit.
Equinor verfügt über umfangreiche Erfahrung im Betrieb von Offshore-Energieinfrastruktur in den USA und weltweit und arbeitet eng mit militärischen und zivilen Behörden zusammen, um die Einhaltung nationaler Sicherheitsbestimmungen zu gewährleisten, heißt es in einer Pressemitteilung von Equinor.
Empire Wind soll an das Stromnetz des Bundesstaates New York angeschlossen werden, um Energie zu liefern und die Energieversorgungssicherheit des Bundesstaates zu stärken. Nach Fertigstellung soll das Projekt genügend Strom erzeugen, um 500.000 Haushalte mit Strom zu versorgen. Seit der Unterzeichnung des Pachtvertrags im Jahr 2017 habe Empire Wind eng mit den zuständigen Bundesbehörden, insbesondere dem US-Kriegsministerium, im Rahmen der nationalen Sicherheitsüberprüfung zusammengearbeitet, teilt Equinor mit. Das Empire-Projekt erfülle alle relevanten nationalen Sicherheitsanforderungen, die im Rahmen des mehrjährigen Genehmigungsverfahrens festgelegt wurden.
Das Projekt ist zu über 60 Prozent abgeschlossen; die Arbeiten zum Ausheben von Gräben, Verlegen und Einziehen der Kabel auf dem US-amerikanischen Festlandsockel laufen. Insgesamt arbeiten Dutzende Schiffe, rund 1.000 Personen und über hundert Unternehmen in den USA und weltweit koordiniert am Empire-Wind-Projekt. Der Baustopp gefährde den Fortschritt dieser Arbeiten, und ohne eine rasche Lösung könnte das Projekt erheblich beeinträchtigt werden, erklärt Equinor.
Empire und seine Auftragnehmer befolgen die Anordnung und setzen alle laufenden Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Empire Windprojekt auf dem äußeren Kontinentalschelf sicher aus. Sie sind jedoch in der Lage, alle notwendigen Maßnahmen durchzuführen, um auf Notfallsituationen zu reagieren und/oder Auswirkungen auf Gesundheit, Sicherheit und Umwelt zu verhindern.
Empire Wind wird im Auftrag der New York State Energy Research and Development Authority (NYSERDA) entwickelt, um New York eine wichtige neue Stromquelle zu liefern und die Netzstabilität in Zeiten rasant steigender Nachfrage zu stärken. In der Bauphase des Projekts wurden fast 4.000 Arbeitsplätze geschaffen, sowohl im Pachtgebiet als auch bei der Revitalisierung des South Brooklyn Marine Terminals.
Empire Wind wies zum 30. September 2025 einen Bruttobuchwert von rund 3,1 Milliarden US-Dollar auf, einschließlich des South Brooklyn Marine Terminal. Der Gesamtbetrag der im Rahmen der Projektfinanzierungsfazilität in Anspruch genommenen Kredite belief sich zum 30. November 2025 auf rund 2,8 Milliarden US-Dollar.
Equinor hält die Anteile an Empire über die Equinor Wind US LLC..
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