Neuer Verkehrsknotenpunkt in Trondheim für Bahn, Bus und Boot

In der nächsten Bauphase erhält der Bahnhof einen neuen Busbahnhof, Einzelhandelsflächen, Wohnungen, ein Fahrradhotel und neu gestaltete Außenanlagen.©Bane Nor

Trondheim, 11. Dezember 2025. Am 11. Dezember hat Norwegens Verkehrsminister Jon-Ivar Nygård das neue Terminalgebäude des Bahnhofs Trondheim offiziell eröffnet. Die neuen Publikumsanlagen der Trondheim Sentralstasjon ermöglichen den Fahrgästen von Eisenbahn, Autobussen und Schnellbooten ein reibungsloses Umsteigen zwischen den verschiedenen Verkehrsmitteln. Die nächste Bauphase, deren Fertigstellung für 2028 geplant ist, umfasst einen neuen Busbahnhof, Einzelhandelsflächen, Wohnungen, ein Fahrradhotel und neu gestaltete Außenanlagen. Nach seiner kompletten Fertigstellung wird der neue Bahnhof Trondheim der modernste Knotenpunkt des öffentlichen Verkehrs in Norwegen sein.

Ein Großteil der Bauten befindet sich über dem bestehenden Bahngelände. Bei der Materialauswahl wurden Nachhaltigkeit, geringe Treibhausgasemissionen und niedrige Abgaswerte berücksichtigt. 

Im Gegensatz zu anderen skandinavischen Ländern stehen den Reisenden in den großen norwegischen Bahnhöfen wie Trondheim auch weiterhin von Personal bediente Reisedienste zur Verfügung. Im vergangenen Jahr wurden in der Provinz (Fylke) Trøndelag erstmals über zwei Millionen Fahrgäste mit Nahverkehrszügen registriert. 2012 waren es noch weniger als eine Million. Leider kann sich die Stadt Trondheim nicht entscheiden, die Gråkallbanen wieder an den Bahnhof Trondheim anzuschließen. Die Gråkallbanen ist die einzige Linie, die vom einstigen langen Netz der Straßenbahn überlebt hat. 

V.l.: Trondheims Bürgermeister Kent Raum, Verkehrsminister Jon-Ivar Nygård und Agnete Johnsgaard-Lewis, Geschäftsführerin von Bane Nor, bei der Eröffnung des neuen Bahnhofszentrum in Trondheim©SD/Bane Nor

Mit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember konnte der elektrische Betrieb von Trondheim nach Hell aufgenommen werden, und zwar auf dem südlichen 32 Kilometer langen Abschnitt der 728 Kilometer langen Nordlandsbanen nach Bodø. Der Streckenteil bis nach Steinkjer wird auch als Trønderbanen bezeichnet und bleibt bei Levanger wegen eines Erdrutsches noch bis Sommer 2026 unterbrochen. Geplant war auch die gleichzeitige Inbetriebnahme der Elektrifizierung der Meråkerbanen. Doch auch die Meråkerbanen bis zum schwedischen Storlien ist als Folge eines Erdrutsches noch bis Ende Januar unterbrochen. 

Jürg Streuli, Fachjournalist
juerg.streuli@hispeed.ch

About businessportalnorwegen

View all posts by businessportalnorwegen →

× Featured

Eine Fahrt mit dem Arctic Train auf der nördlichsten Bahn Norwegens