Norwegens Weltraumbahnhof Andøya Space und Rheinmetall wollen Zusammenarbeit ausbauen

Thomas Berge Nilsen und Troels Sandreid bei der Unterzeichnung der Absichtserklärung.©Andøya Space

Andøya, 1. September 2025. Die norwegische Andøya Space und Rheinmetall Nordic AS haben eine Absichtserklärung (Letter of Intent) zum Ausbau der kommerziellen Kapazitäten für zivile und militärische Weltraumopera­tionen unterzeichnet. Diese Partnerschaft zielt darauf ab, den steigenden Sicherheits­anforderungen in Europa durch den schnellen Einsatz von Satelliten und Weltraumressourcen gerecht zu werden, teilt die Unternehmen mit.

Andøya Space und Rheinmetall wollen sich in ihrer Zusammenarbeit auf die Schließung von Lücken in der Wert­schöpfungskette für Satelliten und Starts in Andøya, Norwegen, konzentrieren. Ziel sei es, regelmäßige kommerzielle Startdienste und flexible, schnelle Reaktionsfähigkeiten vom europäischen Festland aus zu bieten. Diese strategische Partnerschaft werde „Tactical Responsive Launch (TacRL)“-Kapazitäten bereitstellen und eine sichere und widerstandsfähige Handhabung von Satelliten mit verkürzten Reaktionszeiten gewährleisten, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Illustration eines Raketenstarts vom norwegischen Weltraumbahnhof Andøya Space.©Andøya Space

Die Verbindung von Andøya Space und Rheinmetall werde somit von entschei­dender Bedeutung für die Aufrechterhaltung der strategischen militärischen und zivilen Weltrauminfrastruktur Deutschlands, Norwegens, der NATO-Mitgliedstaaten und anderer strategischer Partnerländer sein. Erklärtes Ziel beider Unternehmen ist es, strategische Autonomie, erhöhte Reaktions­fähigkeit, schnellere Bereitstellung neuer Fähigkeiten und operative Vorteile im geopolitischen Umfeld zu gewährleisten.

„Die Zusammenarbeit mit Andøya Space wird angesichts des Aufbaus europäischer Raumfahrt­kapazitäten ein entscheidender Faktor für die Entwicklung unseres Angebots im zivilen und militärischen Bereich sein. Wir freuen uns sehr auf die Zusammen­arbeit“, erklärt Thomas Berge Nielsen, CEO von Rheinmetall Nordic AS.

Die Verbindung beider Unternehmen sei ein wichtiger Schritt zur Vervollständigung der Weltraum-Wertschöpfungskette von Andøya und zur Entwicklung modernster Einrichtungen und Dienstleistungen auf europäischem Boden. Andøya Space und Rheinmetall seien entschlossen, Kunden diese Dienstleistungen schnell zu kommerziellen Bedingungen anzubieten und die erfolgreiche Durchführung von TacRL-Missionen und regelmäßigen Startdiensten zu ermöglichen.

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