
Oslo, 24. August 2025. Norwegen trägt mit rund sieben Milliarden NOK zur Finanzierung von zwei Luftabwehrsystemen Patriot inklusive Raketen bei, die Deutschland und Norwegen der Ukraine spenden. Die Systeme werden aus Deutschland an die Ukraine geliefert. Darüber hinaus beteiligt sich Norwegen an der Anschaffung der Luftabwehrradare TRML-4D des deutschen Herstellers Hensoldt und an der Anschaffung des Kurzstrecken-Luftabwehrsystems Typhon-2 des norwegischen Unternehmens Kongsberg Defence & Aerospace.
Die zwei Patriot-Systeme befinden sich derzeit in Deutschland und sollen der Ukraine so schnell wie möglich übergeben werden. Die USA haben den Ersatz der gespendeten Systeme bestätigt.
„Aufgrund unserer hervorragenden Zusammenarbeit mit Norwegen sind wir sehr dankbar, dass wir bei dieser Unterstützungsmaßnahme zusammenarbeiten und gemeinsam die Luftverteidigungsfähigkeiten der Ukraine erheblich stärken werden“, sagt der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius.
Während eines Besuchs in Kiew am 24. August kündigte Premierminister Jonas Gahr Støre an, dass die Regierung vorschlagen werde, die außerordentliche Unterstützung der Ukraine durch das Nansen-Programm auch im nächsten Jahr fortzusetzen. Insgesamt will die Regierung 2026 85 Milliarden NOK an militärischer und ziviler Unterstützung bereitstellen. Wenn das Storting den Haushaltsentwurf der Regierung für 2026 annimmt, wird der Rahmen für Norwegens Unterstützung für die Ukraine auf 275 Milliarden Kronen erhöht.
Wie in diesem Jahr soll der Großteil der Mittel für militärische Unterstützung verwendet werden. 50 Milliarden Euro sollen vollständig in internationale Initiativen und Einkäufe der ukrainischen Rüstungsindustrie fließen, genau wie in diesem Jahr. Die Verteilung der restlichen Mittel sei noch nicht endgültig entschieden und werde Gegenstand von Diskussionen mit den Parteien im Storting sein, teilt die Regierung mit.
Während seines Aufenthaltes in Kiew besuchte Premierminister Støre ein Aufnahmezentrum für Kinder, die in die Ukraine zurückgekehrt sind, nachdem sie in Russland gegen ihren Willen festgehalten wurden.
