
Florø, 30. Juni 2025. Die norwegische Werft Westcon Yards hat mit dem französischen Marine-Verteidigungskonzern Naval Group eine Absichtserklärung zur strategischen Zusammenarbeit unterzeichnet. Diese Vereinbarung ist Teil einer Reihe von Vereinbarungen zwischen Naval Group und norwegischen Unternehmen zur Stärkung der industriellen Zusammenarbeit zur Unterstützung des zukünftigen norwegischen Fregattenprogramms, teilt das Unternehmen mit. Für den Fall, dass die Franzosen die Fregattenausschreibung gewinnen, soll ein langfristiger Vertrag zur Reparatur und Wartung der Fregatten folgen. Werften aus den USA, Frankreich, Großbritannien und Deutschland haben sich um die Lieferung der Hochseefregatten beworben.
Inzwischen hat Naval Group eine große Anzahl von Absichtserklärungen und Partnerschaftsvereinbarungen mit norwegischen Industrieunternehmen und Hochschulen (Beispiele: Kongsberg, CCB, Westcon, NORCE, SINTEF, Simula, Akkodis, NTNU) unterzeichnet, um sie in die globale Lieferkette der Gruppe zu integrieren.

„Ja, das ist sehr positiv. Wir haben bereits einen 17-jährigen Wartungsvertrag mit den norwegischen Streitkräften abgeschlossen. Wir bauen bereits seit einigen Jahren Erfahrungen in der Fregattenwartung auf. Ich denke, dass unsere Wartungserfahrung mit norwegischen Fregatten der Grund ist, warum Naval Group mit uns zusammenarbeiten möchte“, sagt Øystein Matre, CEO der Naval Group, gegenüber Kystens Næringsliv.
Immer mehr norwegische Werften bereiten sich derzeit ernsthaft darauf vor, für die Fregattenaufträge bestmöglich gerüstet zu sein. Nachdem thyssenkrupp Marine Systems GmbH und die norwegische Ulstein Verft im März dieses Jahres eine Absichtserklärung zur industriellen Zusammenarbeit für den Fall unterzeichneten, dass das deutsche Unternehmen den Auftrag zum Bau der nächsten modernen Fregatten der Königlich Norwegischen Marine erhält, hat sich das Unternehmen Anfang Juni auch bei dem norwegischen Technologie- und Rüstungskonzern Kongsberg Defence & Aerospace (KONGSBERG) in Stellung gebracht. Die beiden Unternehmen unterzeichneten eine Kooperationsvereinbarung, um die industrielle Zusammenarbeit weiter auszubauen und so die Verteidigungsbedürfnisse Norwegens, Deutschlands und anderer verbündeter Länder zu unterstützen.
