
Oslo, 23. Juni 2025. Premierminister Jonas Gahr Støre und der französische Präsident Emmanuel Macron haben eine strategische Partnerschaft zwischen Norwegen und Frankreich vereinbart. Das Abkommen wurde während des offiziellen Besuchs von Präsident Macron in Norwegen unterzeichnet. Die Partnerschaft umfasst unter anderem Verteidigung und Sicherheit, Unterstützung für die Ukraine, erhöhte Resilienz und Vorsorge, Klima, Wettbewerbsfähigkeit sowie Hochschulbildung und Forschung. Während des Besuchs wurde zudem ein Abkommen über den grenzüberschreitenden Transport von CO₂ zur Speicherung dieses Treibhausgases unterzeichnet. Auch sind eine engere Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, mehr Austauschmöglichkeiten für Studenten und Wissenschaftler sowie gemeinsame Anstrengungen zum Online-Schutz von Kindern geplant.
Während einer Pressekonferenz wurde Støre auch nach dem Stand der Beschaffung von Fregatten befragt. Neben Deutschland, den USA und Großbritannien ist auch Frankreich in die engere Wahl gekommen. Während Macron für das französische Waffensystem warb, äußerte sich der norwegische Premier gegenüber der Zeitung DN.no: „Was die Beschaffung betrifft, sage ich dasselbe, was ich schon immer gesagt habe: Wir werden die besten Boote zum besten Preis vom besten Partner kaufen. Und wir werden dies transparent tun. Wir befinden uns noch in der Phase, in der wir vier gute Kandidaten evaluieren.“
„Frankreich ist ein enger Verbündeter und Partner Norwegens. In einer anspruchsvollen Zeit stärken wir unsere Beziehungen weiter. Die Partnerschaft stärkt unsere gemeinsamen Interessen, die Sicherheit in Europa zu erhöhen, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und zu einer nachhaltigen Zukunft für künftige Generationen beizutragen“, sagt Premierminister Jonas Gahr Støre.
König Harald und Königin Sonja veranstalteten anlässlich des offiziellen Besuchs des französischen Präsidenten und seiner Frau Brigitte Macron in Norwegen ein Galadinner im Palast. Es ist 41 Jahre her, seit ein französischer Präsident Norwegen zum letzten Mal einen offiziellen Besuch abgestattet hat.

„Norwegen schätzt die klare Führung Frankreichs beim Aufbau der europäischen Einheit und Solidarität. Freiheit und Demokratie sind Voraussetzungen für menschliche Entwicklung und Gemeinschaft. Die französisch-norwegische Freundschaft ist aus diesem gemeinsamen Wertekanon entstanden und ist im Laufe der Jahre – in Wirtschaft, Bildung und Kultur – immer enger geworden“, sagte der König in seiner Rede.
Premierminister Jonas Gahr Støre, Finanzminister Jens Stoltenberg und Präsident Emmanuel Macron trafen sich auch mit Zentralbankgouverneurin Ida Wolden Bache und dem Leiter von Norges Bank Investment Management (NBIM), Nicolai Tangen. Frankreich ist der fünftgrößte Investitionsmarkt für den Government Pension Fund Global und Paris die größte Stadt für die nicht börsennotierten Immobilieninvestitionen des Fonds.
Französische und norwegische Wirtschaftsführer trafen sich zu einem Rundtischgespräch über Energiewende und grüne Transformation. Die Wirtschaftsführer diskutierten unter anderem über die Dekarbonisierung der Industrie, und der Premierminister und der französische Präsident hielten Reden.

Der Handel zwischen Norwegen und Frankreich hat sich in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt. Norwegen und Frankreich arbeiten unter anderem bei der grünen Energiewende zusammen. Die strategische Industriepartnerschaft umfasst erneuerbare Energien, Kohlenstoffabscheidung und -speicherung sowie kritische Mineralien.
Finden Sie hier das norwegisch-französische Abkommen zur strategischen Partnerschaft.
Lesen Sie hier die Rede des Königs.
Lesen Sie auch
