
Nizza, 9. Juni 2025. Während der UN-Ozeankonferenz in Nizza, die vom 9. bis 13. Juni stattfindet, unterzeichneten Norwegen und Frankreich als erste Länder eine Konvention zur Gründung eines neuen internationalen Meereszentrums. Dafür wurde die französische Stiftung Mercator Ocean International in eine internationale Organisation mit der Bezeichnung „Mercator International Centre for the Ocean“ (MICO) umgewandelt. Sie soll digitale Systeme zur Überwachung und zum Verständnis der Ozeane entwickeln und nutzen. Das Nansen-Zentrum für Umwelt und Fernerkundung, das Institut für Meeresforschung, das Norwegische Meteorologische Institut und das Norwegische Polarinstitut sind norwegische Kooperationspartner und haben den Prozess von Anfang an begleitet. An der Gründungskonferenz nahmen auch Vertreter aus Belgien, Frankreich, Griechenland, Italien, Malta, Niederlande, Portugal und Spanien teil.

Der 8. Juni ist der Internationale Tag der Ozeane der UN. Aus diesem Anlass nahmen Norwegens Kronprinz Haakon und die schwedische Kronprinzessin Victoria an einer Fahrt des norwegischen Seegelschulschiffes Staatsrat Lehmkuhl zwischen den Häfen von Monaco und Nizza teil. Der Kronprinz ist Schirmherr der One Ocean Expedition. Das Schiff fährt unter UN-Flagge als Botschafter des UN-Jahrzehnts der Ozeanwissenschaften und umsegelt momentan auf seiner 3. One Ocean Expedition die Welt. Aufgabe der Aktion ist es, Aufmerksamkeit zu erregen und Wissen über die entscheidende Rolle des Ozeans für eine nachhaltige Zukunft aus globaler Perspektive zu teilen. Die One Ocean Expedition wird 20 Häfen in Europa, den USA sowie Mittel- und Südamerika anlaufen. Während der UN-Ozeankonferenz liegt das Schiff im Hafen von Nizza.
