
Oslo, 2. Mai 2025. Equinor Brasil Energia Ltda., eine Tochtergesellschaft des norwegischen Energieunternehmens Equinor ASA, hat mit dem brasilianischen Unternehmen Prio Tigris Ltda., einer Tochtergesellschaft von PRIO SA (PRIO3.SA), den Verkauf seiner 60-prozentigen Beteiligung am Peregrino-Feld in Brasilien vereinbart. PRIO, Brasiliens größtes unabhängiges Öl- und Gasunternehmen, zahlt für die Transaktion 3,35 Milliarden US-Dollar sowie maximal 150 Millionen US-Dollar Zinsen an Equinor. Equinor werde bis zum Abschluss der Transaktion für den Betrieb des Feldes verantwortlich sein, danach übernehme PRIO die Betriebsführung, teilt Equinor mit. Im vergangenen Jahr erwarb PRIO bereits den 40-prozentigen Anteil von Sinochem am Peregrino-Feld.
„Mit dieser Transaktion realisieren wir Wert aus einem langjährigen Vermögenswert unseres Brasilien-Portfolios. Brasilien bleibt weiterhin ein Kernland für Equinor, da wir uns auf die Inbetriebnahme des Bacalhau-Feldes konzentrieren und das Raia-Gasprojekt weiter vorantreiben. Mit diesen beiden selbst betriebenen Projekten und unserer Partnerschaft in Roncador wird unsere Eigenproduktion in Brasilien bis 2030 bei fast 200.000 Barrel pro Tag liegen“, sagt Philippe Mathieu, Executive Vice President für Exploration und Produktion International bei Equinor. Dieser Deal sei Teil der laufenden Bemühungen von Equinor, sein internationales Portfolio durch Veräußerungen und Akquisitionen aufzuwerten. Der Konzern sehe weiterhin Wachstumspotenzial in Brasilien.
Equinor betreibt das Peregrino-Feld seit 2009 und hat seitdem rund 300 Millionen Barrel Öl gefördert. Peregrino ist ein Schwerölfeld und besteht aus einer schwimmenden Produktions-, Lager- und Entladeplattform (FPSO), die von drei festen Plattformen getragen wird. Das Feld liegt im Campos-Becken östlich von Rio de Janeiro. Im ersten Quartal 2025 betrug Equinors Produktionsanteil aus Peregrino rund 55.000 Barrel pro Tag.
Die Transaktion stehe unter dem Vorbehalt behördlicher und rechtlicher Genehmigungen. Die Zahlung erfolge in zwei Tranchen, eine bei Vertragsunterzeichnung und eine weitere kurz vor Vertragsabschluss. Die Zahlung unterliege den üblichen Anpassungen, heißt es in der Pressemitteilung.
