
London, 25. April 2025. Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) gewährt dem staatlichen ukrainischen Gasunternehmen Naftogaz ein Darlehen in Höhe von 270 Millionen Euro. Die Mittel sollen der Finanzierung von Gasnotkäufen für die nächsten beiden Heizperioden dienen. Norwegen ergänzt das staatlich garantierte Darlehen durch einen Zuschuss in Höhe von 139 Millionen Euro aus dem Krisenreaktions-Sonderfonds der EBWE. Insgesamt hat Norwegen über die EBWE seit Kriegsbeginn 445 Millionen Euro zur Stärkung der Energiesicherheit der Ukraine beigetragen.
Die EBWE hat seit dem russischen Einmarsch im Jahr 2022 über zwei Milliarden Euro in den Energiesektor der Ukraine investiert. Die Energiefinanzierung der EBWE soll dazu beitragen, die lebenswichtige Energieversorgung von Millionen von Menschen und Unternehmen sicherzustellen, sowohl durch staatliche Unternehmen wie Naftogaz als auch durch private Unternehmen.

Die Lage in der Ukraine bleibe weiterhin unbeständig und könnte Naftogaz als ukrainischen Gaslieferanten dazu zwingen, schnell weitere wichtige Gasimporte zu beschaffen, teilt die EBWE mit. Der genaue Zeitpunkt und die Mengen würden unter anderem von der Dauer und Intensität des Krieges abhängen. Naftogaz erhielt bereits zwei Kredite der Europäischen Investitions- und Entwicklungsbank EBWE in Höhe von insgesamt 500 Millionen Euro. Diese wurden durch Garantien in Höhe von 275 Millionen Euro aus den USA, Norwegen, Deutschland, Frankreich, Kanada und den Niederlanden abgesichert. Hinzu kam eine frühere Zuschussfinanzierung Norwegens in Höhe von 187 Millionen Euro für Notgaskäufe. Mit der jüngsten Vereinbarung erhöht sich die EBRD-Finanzierung für Naftogaz seit 2022 auf 770 Millionen Euro.
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