
Oslo, 22. April 2025. Sieben Projekte erhalten von der norwegischen Regierung Zuschüsse, um Lösungen für emissionsfreie Baustellen zu testen. Die Pilotprojekte werden von der norwegischen Straßenverwaltung Statens vegvesen und von Bane NOR, zuständig für die Bahninfrastruktur, realisiert. Für das Jahr 2025 werden insgesamt 22,13 Millionen NOK an Unterstützung bereitgestellt, für das Jahr 2026 11,5 Millionen NOK. Bereits im vierten Jahr fördert der Bund Pilotprojekte für emissionsfreie Baustellen. Seit 2022 wurden Zuschüsse in Höhe von insgesamt 218 Millionen NOK bereitgestellt.
Folgende Projekte werden im Jahr 2025 gefördert:
Digitalisierung – Fähigkeit der Bauherren, die gesamten Treibhausgasemissionen bei großen Bauprojekten zu steuern und zu reduzieren (6 Millionen NOK)
Bane NOR will ein digitales System schaffen, das Daten der Akteure in Bauprojekten sammelt und diese auf gesamtprojekt- und systemweiter Ebene zusammenführt. Durch die Zusammenstellung von Echtzeitdaten aller Emissionseinheiten in der Anlage mit Karten- und Modelldaten hat der Entwickler die Möglichkeit, den Energieverbrauch und die Treibhausgasemissionen im Projekt zu überwachen.
Erprobung emissionsfreier Baumaschinen aus eigener Produktion (2,25 Millionen NOK)
Bane NOR will den Einsatz elektrischer Maschinen im Betrieb und in der Wartung erproben, um zu prüfen, wie diese in die im eigenen Auftrag durchgeführten Bauarbeiten integriert werden können.
Pilotprojekt zum Massentransport von Abraum (5 Millionen NOK)
Bane NOR will Abraum, der bei Bauarbeiten, insbesondere im Zusammenhang mit Tunneln, anfällt, vor Ort verarbeiten und wiederverwenden. Die Behandlung und Wiederverwendung vor Ort soll dafür sorgen, dass weniger umfangreiche Massentransporte nötig sind.
Prüfung verschiedener Typen elektrisch betriebener Baufahrzeuge (8,75 Millionen NOK)
Beim Bau der neuen E18/E39 Gartnerløkka–Kolsdalen will die norwegische Straßenverwaltung den Bauunternehmern die Möglichkeit geben, verschiedene Arten von elektrisch betriebenen Baufahrzeugen zu testen. Ziel des Projekts ist es, zu einer erhöhten Nachfrage nach emissionsfreien Maschinen sowie zu Innovationen und technologischer Entwicklung beizutragen.
Prüfung von vollelektrischen Stahlkernpfählen und Gestängebohrungen (625.000 NOK)
Die norwegische Straßenverwaltung will beim Bau des neuen E18-Strangs Westkorridor – Ramstadsletta das vollelektrische Einbringen von Stahlkernpfählen und Gestängebohren testen. Ziel des Projektes ist die Demonstration des Einsatzes einer elektrisch betriebenen Bohranlage, parallel dazu soll auf einer direkt daneben liegenden Bohranlage das dieselbetriebene Gestängebohren erfolgen.
Ferntransport von Massen mit Elektro-LKW (1 Million NOK)
Die norwegische Straßenverwaltung möchte beim Bau des neuen E18- Westkorridors Strand – Ramstadsletta den Langstreckentransport von Materialien testen. Ziel ist es, zu zeigen, dass der Güterfernverkehr mit Elektro-Lkw möglich ist und eine attraktive Alternative darstellen kann. Im Rahmen des Projekts soll das Laden auf der Baustelle vor und nach dem Verladen neuer Massen getestet und Erkenntnisse darüber gewonnen werden, wie Ruhezeiten als Ladezeit genutzt werden können.
Nutzung von mindestens mindestens 70 Prozent der Baggerstunden mit emissionsfreien Maschinen (10 Millionen NOK)
Beim Bau der neuen Autobahn 22 Hafslund–Dondern will die norwegische Straßenverwaltung mindestens 70 Prozent der Baggerstunden für Maschinen mit einem Eigengewicht von über acht Tonnen emissionsfrei nutzen. Alle Maschinen unter acht Tonnen müssen emissionsfrei sein, auch alle Personenkraftwagen und Transporter.
