
Leipzig, 27. März 2025. Schon am Eröffnungsabend der Leipziger Buchmesse am 26. März im Gewandhaus in Leipzig war Norwegen, das diesjährige Gastland der Buchmesse, präsent. Das Gewandhausorchester spielte Stücke sowohl von Johan Svendsen als auch von Edvard Grieg. Die norwegische Kulturministerin Lubna Jaffery stellte in ihrer Begrüßungsrede die Vielfalt der norwegischen Literatur vor. Es sei eine große Ehre, dass Norwegen in Leipzig als Gastland auftreten darf, sagte die Ministerin. Das Gastland Norwegen präsentiert sich unter dem Motto „Traum im Frühling“.

Jaffery erinnerte an große norwegische Literaten wie Henrik Ibsen, Knut Hamsun und Sigrid Undset, aber auch an den Komponisten Edvard Grieg, der einst in Leipzig studierte. In ihrem Grußwort betonte sie die traditionell starke literarische Verbindung Norwegens und Deutschlands: „Jahrhundertelang wurden norwegische Künstler und Schriftsteller stark von der deutschen Kultur und Philosophie beeinflusst. (…) Deutsche Leser scheinen die norwegische Literatur sehr zu mögen. Ich denke, das hat viel damit zu tun, dass wir einen gemeinsamen kulturellen Hintergrund und gemeinsame Werte haben und dass wir im selben Teil der Welt leben. Deutschland ist unser wichtigster Partner in Europa. Und durch die Literatur können wir uns miteinander verbinden und unsere starken Bande weiter knüpfen.“
Zum Motte des Messeauftritts Norwegens erklärte die Ministerin: „Jedes Jahr besuchen viele norwegische Schulkinder Berlin und das Stasimuseum, um etwas über die Vergangenheit zu lernen. Ein im Museum ausgestelltes Bild, das 1987 im sonnigen Pankow in Ost-Berlin aufgenommen wurde, ist schwer zu vergessen. Es zeigt einen Mann mit einer Tätowierung, auf der steht: ‚Nur wenn ich träume bin ich frei.‘ Vielleicht war es für ihn die einzige Möglichkeit, seinen ‚Traum im Frühling‘ auszudrücken. Wir werden es wohl nie erfahren.“
Ursprünglich sollte Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit den norwegischen Pavillon eröffnen. Sie musste jedoch krankheitsbedingt absagen.
Der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung ging dieses Jahr an den belarussischen, im Exil lebenden Schriftsteller Alhierd Bacharevič. Er wurde für sein Buch „Europas Hunde“ ausgezeichnet, das in seiner Heimat inzwischen verboten ist.
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