Nammo schließt strategische Partnerschaft mit ukrainischem Rüstungsunternehmen ab

Staatssekretär Andreas Flåm im norwegischen Außenministerium und Herman Smetanin, Minister für strategische Industrien der Ukraine, bei der Unterzeichnung des Abkommens. Links: Morten Brandtzæg, CEO von Nammo©Nammo

Raufoss, 21. März 2025. Der norwegische Waffenproduzent Nammo AS hat einen strategischen Partnerschaftsvertrag mit einem großen ukrainischen Rüstungsunternehmen unterzeichnet. Damit wird die Zusammenarbeit beider Unternehmen um die Bereiche Munition, Komponenten und Materialien ausgeweitet. Der Schwerpunkt liegt auf der Produktion dringend benötigter Rohstoffe, Komponenten und Materialien für Munition und möglicherweise einer größeren Palette von Munitionstypen im gesamten Nammo-Produktportfolio, teilt das norwegische Verteidigungsministerium mit.

Im August 2024 hatte die norwegische Regierung Nammo eine Vereinbarung zur Aufnahme einer Lizenzproduktion von 155-mm-Artilleriegeschossen in der Ukraine durch ein ukrainisches Rüstungsunternehmen genehmigt. Der ukrainische Rüstungskonzern produziere mittlerweile mit voller Kapazität und will die Produktion ausweiten. Es handelt sich um die erste Munition aus der Ukraine, die jemals mit einem NATO-NSN-Code registriert wurde, teilt die Regierung mit. Das Verteidigungsministerium arbeite an der Entwicklung einer Reihe von Projekten zur Unterstützung der ukrainischen Verteidigungsindustrie. Während einige Projekte direkt von Norwegen finanziert werden, komme bei anderen Projekten eine umfassende Zusammenarbeit zwischen der norwegischen und der ukrainischen Rüstungsindustrie zum Tragen.

„Zu den wichtigsten Prioritäten der staatlichen Unterstützung für die Ukraine gehört der Beitrag zur Produktionssteigerung in der ukrainischen Rüstungsindustrie“, erklärt Verteidigungsminister Tore O. Sandvik. „Die Tatsache, dass Nammo nun eine strategische Partnerschaftsvereinbarung eingeht, die auf der erfolgreichen Zusammenarbeit beim Transfer von 155-mm-Artillerietechnologie in die Ukraine aufbaut, ist sehr erfreulich.“

Nammo entstand 1998 durch den Zusammenschluss der Munitionsunternehmen der drei nordischen Länder Norwegen, Schweden und Finnland. Heute gehört Nammo dem norwegischen Ministerium für Handel, Industrie und Fischerei und dem finnischen Luft-, Raumfahrt- und Verteidigungsunternehmen  Patria Oyj, die jeweils 50 Prozent der Anteile halten.

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