Oscar für palästinensisch-norwegischen Dokumentarfilm „No Other Land“

Die Regisseure Rachel Szor, Basel Adra, Yuval Abraham und Hamdan Ballal bei der 97. Oscarverleihung am 2. März 2025 in Los Angeles mit den Oscar-Statuen für „No Other Land“.©Trae Patton/ AMPAS. 

Los Angeles, 3. März 2025. Die palästinensischen Produktionsfirma Yabayay Media und das norwegischen Studio Antipode wurde am 2. März in Los Angeles für ihre gemeinsame Produktion „No Other Land“ mit dem Oscar für den besten Film in der Kategorie „Dokumentarfilm“ ausgezeichnet. „No Other Land“ hat vom norwegischen Filminstituts 375.000 NOK Förderung erhalten. Der Film hat bereits mehrere internationale Auszeichnungen erhalten, darunter „Bester Dokumentarfilm“ bei der Berlinale 2024 und „Bester Dokumentarfilm“ bei den „European Film Awards“, und war für einen BAFTA als Bester Dokumentarfilm nominiert.  

„Diese historische Auszeichnung ist ein echter Beweis für die Macht des Dokumentarfilms – und nicht zuletzt dafür, was es bedeutet, den Willen zu haben, eine wichtige Geschichte der Freundschaft über traditionelle Konfliktlinien hinweg zu erzählen. Es ist ein großer Sieg für die palästinensischen, israelischen und norwegischen Filmemacher“, sagt Kjersti Mo, Direktorin des norwegischen Filminstituts. Diese Auszeichnung für „No Other Land“ stärke Norwegens Position als Land, das sehr gute Dokumentarfilme produzieren kann.

Aus dem Dokumentarfilm „No Other Land“.©Antipode Films

Die Botschaft des Films werde noch mehr Aufmerksamkeit und Wirkung erfahren und hoffentlich Hoffnung und konkrete Veränderungen in der Welt schaffen, so die norwegischen Koproduzenten Fabien Greenberg und Bård Kjøge Rønning von Antipode Films. 

„No Other Land“ handelt von einem palästinensischen Aktivisten, der sich mit einem israelischen Investigativjournalisten verbündet. Gemeinsam kämpfen sie gegen die Siedlungspolitik Israels, die täglich Palästinenser im Westjordanland vertreibt und obdachlos macht. Ein israelisch-palästinensisches Filmkollektiv – bestehend aus zwei palästinensischen und zwei israelischen Filmemachern – habe über mehrere Jahre hinweg das Unrecht dokumentiert, dem die Palästinenser im Westjordanland tagtäglich ausgesetzt sind, teilt das norwegische Filminstitut mit.

Zur Berlinale in Berlin hat Norwegen mit dem Film „Drommer“ als bester Film bereits den Goldenen Bären gewonnen.

About businessportalnorwegen

View all posts by businessportalnorwegen →

× Featured

Eine Fahrt mit dem Arctic Train auf der nördlichsten Bahn Norwegens