
Oslo, 27. Februar 2025. Am 27. Februar 1925 reichte der Tischler Thor Bjørklunder eine Patentanmeldung unter der Bezeichnung „Messer zum Schneiden von Käse“ ein, die die Art und Weise änderte, wie in ganz Norwegen Käse geschnitten wird. Für den 1889 in Lillehammer geboren Bjørklunder war es ein ständiges Ärgernis, dass der Käse immer schief geschnitten wurde. Die Idee zur Lösung dieses Problems kam ihm beim Hobeln in seiner eigenen Tischlerei. Der Käsehobel wurde schnell Teil des norwegischen Kulturerbes.
Die Innovation, die es ermöglichte, gleichmäßige und dünne Käsescheiben zu schneiden, bildete das Kernprodukt des Familienunternehmens Thor Bjørklund & Sønner.
Im Jahr 2009 wurde die Produktion von dem Metallbetrieb Giax Produksjon AS im Gudbrandsdalen übernommen. Hier wird der norwegischen Käsehobel noch heute unter dem Namen Bjørklund 1925 hergestellt und weltweit vertrieben.

„Es ist eine gewisse Ehre, etwas zu verwalten, dem in Norwegen ein solcher Status zuerkannt wurde. Es gibt nur einen Bjørklund1925. Das ist das, was wir produzieren und das ist das Original“, sagt Lars Jørgen Jensen, CEO von Bjørklund1925.
Die heute in Ringebu produzierten Käsehobel unterscheiden sich nicht wesentlich von dem 1925 von Thor Bjørklund patentierten Käsehobel. „Das Konzept ist genauso aufgebaut wie vor hundert Jahren. Es sind die gleichen Komponenten mit Klinge, Zange mit Stift und Griff“, erkärt Jensen.
Seit der Gründung des Unternehmens wurden in Norwegen über 60 Millionen Käsereiben hergestellt. Heute findet man den Käsehobel in fast jedem norwegischen Haushalt. Jährlich werden etwa 200.000 Käsehobel an Kunden auf der ganzen Welt geliefert. Neben Norwegen sind Schweden, die Niederlande und die USA die größten Exportmärkte für Bjørklund1925.
„Thor Bjørklund hat eine technische Lösung für ein Problem gefunden, das viele Norweger hatten. Oft ist es so, dass aus Irritationen Innovationen entstehen und diese Erfindungen anderen von Nutzen sind. Diese Art bedarfsorientierter Innovation brauchen wir auch heute noch“, sagt Elen Margrethe Brendeford, leitende Patentingenieurin beim norwegischen Amt für gewerbliches Eigentum. Auf dem heutigen globalen Markt, auf dem neue Erfindungen schnell kopiert und in Massenproduktion hergestellt werden können, erinnere Bjørklunds Geschichte daran, wie wertvoll es ist, sich die Rechte an norwegischen Innovationen zu sichern, heißt es in einer Pressemeldung des norwegischen Patentamtes zum 100. Jubiläum des Käsehobels.
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