Norwegisches Unternehmen KSAT sichert flächendeckende Satellitenkommunikation für nächste NASA-Mondmission

Bild des Mondes aus der erdnahen Umlaufbahn©NASA

Tromsø, 14. Februar 2025. Kongsberg Satellite Services KSAT, ein norwegisches Unternehmen für Bodenstationsdienste und Satellitenkommunikation, wurde von der amerikanischen Weltraumbehörde NASA für die Teilnahme am Aufbau eines Near Space Network (NSN) ausgewählt. Ein entsprechender Vertrag wurde im Dezember vergangenen Jahres unterzeichnet. Bei einem Space Dinner im Grand Hotel in Oslo äußerte sich Rolf Skatteboe, Präsident und CEO von KSAT, über die bevorstehende Mondmission, die KSAT mit seiner Satellitentechnologie unterstützen wird. Handels- und Industrieministerin Cecilie Myrseth betonte die wachsende Bedeutung Norwegens als Weltraum-Nation.

Das Near Space Network versorgt Missionen im Umkreis von 1,6 Millionen Kilometern um die Erde mit robusten Kommunikationsdiensten. Mithilfe staatlicher und kommerzieller Ressourcen unterstützt das Netzwerk wissenschaftliche, bemannte Raumfahrt- und Technologiedemonstrationsmissionen zur Erforschung der Erde und des Sonnensystems. Diese Daten werden über globale, direkt zur Erde gerichtete Antennensysteme und eine Flotte von Relaissatelliten gesammelt.

Das norwegische Unternehmen KSAT ist Anbieter von Bodennetzwerkdiensten und Erdbeobachtungsdiensten und wird für die nächste bemannte Reise zum Mond im Rahmen des Artemis-Programms der NASA einen kontinuierlichen Kontakt zwischen der Sonde und der Bodenkontrolle schaffen. Artemis ist eine Kampagne der NASA zur Erforschung des Mondes, um gemeinsam mit kommerziellen und internationalen Partnern die erste langfristige Präsenz auf dem Mond zu etablieren. Auf der Website der NASA heißt es, Stand 7. Februar 2025: „Die NASA wird die erste Frau, die erste farbige Person und den ersten internationalen Partner-Astronauten auf dem Mond landen lassen und dabei innovative Technologien nutzen, um mehr von der Mondoberfläche zu erkunden als je zuvor.“

„Artemis ist eine öffentlich-private Partnerschaft. Die Kombination aus institutionellen und gewerblichen Kunden beschleunigt nachweislich die Abläufe. Dadurch wird mehr Kapazität geschaffen, da sich das Kommerzielle etwas schneller bewegen kann als das Institutionelle, während das Institutionelle das Kommerzielle mit sich zieht. Daher sei dieses Zusammenleben sehr wichtig“, sagt Rolf Skatteboe, Präsident und CEO von KSAT, gegenüber der norwegischen Zeitung E24.

Das Near Space Network spiele eine entscheidende Rolle in der Weltraumkommunikationsinfrastruktur der NASA und sorge für eine zuverlässige und sichere Datenübertragung für Raumfahrzeuge in erdnahen Umlaufbahnen, einschließlich Missionen zum Mond. Im Rahmen dieser Vereinbarung werde KSAT weiterhin wichtige Satellitenkommunikationsdienste bereitstellen, darunter Telemetrie-, Tracking- und Befehlsfunktionen (TT&C), um die vielfältige und wachsende Flotte von Weltraummissionen der NASA zu unterstützen, von Satellitenkonstellationen bis zur bemannten Weltraumerkundung, teilt das Unternehmen mit.

Handels- und Industrieministerin Cecilie Myrseth bezeichnete KSAT als einen riesigen Player und ein ganz wichtiges Teil im großen Weltraumpuzzle. Und sie hofft darauf, dass in diesem Frühjahr auch der erste Satelliten vom norwegischen Weltraumbahnhof Andøya aus starten wird. Jetzt sei es ihrer Ansicht nach an der Zeit, mehr über die Weltraumbemühungen dieses Landes zu sprechen.

„Norwegen ist eine Weltraumnation, und wir müssen mehr darüber reden, und nicht zuletzt darüber, wie wichtig es für unsere Ozeane, die Sicherheit auf See, für Forschung und Umwelt, Nachhaltigkeit und sogar für diejenigen ist, die in den Bergen Auto fahren und wandern.“

Noch in diesem Frühjahr soll die erste norwegische Astronautin in den Weltall fliegen. Die Filmdirektorin und Cinematographin Jannicke Mikkelsen wird an der bevorstehenden Weltraummission SpaceX/Fram2 als Kommandeurin teilnehmen. Falcon 9 soll Fram2, benannt nach dem norwegischen Polar-Foschungsschiff Fram von Fridtjoff Nansen, im März dieses Jahres von Florida aus in eine polare Umlaufbahn bringen. Es ist die erste bemannte Mission, die die Polarregionen der Erde erkunden wird. Sie wird von dem chinesisch-stämmigen Unternehmer Chun Wang finanziert und organisiert. Es handelt sich dabei um eine weitere touristische Weltraum-Mission. Teilnehmen wird auch die Berliner Robotik-Forscherin Rabea Rogge.

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