
Sjursøya, 17. Oktober 2024. Heidelberg Materials hat im Hafen Oslo auf der Insel Sjursøya ein neues Betonwerk eröffnet. Es ist das größte und umweltfreundlichste Betonwerk in Norwegen. Mit seiner neuen Technologie will das Werk ein führender Akteur in der nachhaltigen Betonproduktion in Norwegen werden, teilt das Unternehmen mit. Ziel der Betonfabrik Sjursøya ist es, die CO2-Emissionen nahezu auf Null zu bringen.
„Dies erreichen wir durch verschiedene Maßnahmen, darunter mit einem integriertes System aus Zementsilos und Betonproduktion, das manuelle Handhabung und Transport vermeidet“, sagt Regionalleiter Magnus Gade Skjeggerud. „Dadurch wird der CO2-Fußabdruck reduziert. Darüber hinaus wird das gesamte Zuschlagstoffmaterial mit umweltfreundlichen Booten transportiert, um die Anzahl der Lkw-Transporte im Hafengebiet zu minimieren.“

Darüber hinaus nutzt das Betonwerk Sjursøya Biogas statt Diesel als Energiequelle, was den Ausstoß von Treibhausgasen deutlich reduziert. Auch habe das Werk eine moderne Lösung für die Handhabung und Zirkulation von überschüssigem Wasser aus der Produktion und Reinigung der Betonfahrzeuge implementiert. Dies trage dazu bei, den Wasserverbrauch und die Abfallmenge der Anlage zu minimieren.
„Die Fertigstellung des Betonwerks ist Teil eines größeren Ganzen, auf das wir uns konzentrieren. Parallel dazu befinden wir uns in der Endphase des CO2-Abscheidungsprojekts in Brevik, und zusammen mit der stärkeren Nutzung des Recyclings der Materialien in unseren Produkten und der verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien in unseren Prozessen wird dies dazu beitragen, die Emissionen zu reduzieren. Wir arbeiten unter anderem auch mit Volvo zusammen, um innovative elektrische Transportlösungen zu entwickeln“, sagt CEO Otto Poulsen.
Beim Bau des Werkes hat das Betonwerk eng mit der Schwesterfirma Heidelberg Materials Cement in Brevik zusammengearbeitet. Für die Transporte zwischen den Werken wurden keine Autos, sondern nur Boote genutzt. „Wenn wir unsere Vormaterialien über das Straßennetz in die Fabrik gebracht hätten, hätte dies zu fast 10.000 Lkw-Fahrten im Osloer Verkehr pro Jahr geführt“, so Poulsen.
„Dass gute Arbeit geleistet wird, um die Emissionen sowohl bei der Produktion als auch beim Transport von Beton zu reduzieren, ist wichtig für das Erreichen der Klimaziele Oslos“, sagte Eirik Lae Solberg, Vorsitzender des Stadtrats von Oslo, bei der Eröffnung des Werkes. Anita Leirvik North, Stadträtin für Unternehmertum in Oslo, ergänzt: „Wir sind vollständig auf innovative Player wie Heidelberg Materials angewiesen und ich freue mich, dass ein so großer Teil der Basis für Zement und Beton auf dem Seeweg ankommt, vor Ort verarbeitet wird und kurze Wege zu unseren Bauprojekten hat. Dies ist ein wichtiger Schritt für die emissionsfreien Arbeiten im Osloer Hafen und in Oslo.“
