
Lysaker, 26. September 2024. Das norwegische Technologieunternehmen TECO 2030 ASA hatte im März 2021 den Bau der ersten großtechnischen Produktion von Brennstoffzellen auf Wasserstoffbasis in Narvik angekündigt. Narvik sollte die Wasserstoffhauptstadt Norwegens werden. Jetzt gibt das Unternehmen auf. Trotz der Bemühungen, in Norwegen Risikofinanzierungen sowohl aus dem öffentlichen als auch aus dem privaten Sektor zu sichern, bleibe das Interesse und die Kapitalunterstützung für Cleantech-Projekte begrenzt, teilt das Unternehmen mit. Nun will sich TECO 2023 strategisch neu ausrichten und sich anstelle eines Herstellers von Brennstoffzellen in Norwegen zum globaler Technologieanbieter entwickeln. Die Produktion soll über Lizenzverträge ins Ausland verlagert werden. Diese Verlagerung ermögliche es dem Unternehmen, sich auf seine Kerntechnologie zu konzentrieren, um neue internationale Wachstumschancen zu erschließen. Der norwegischen Regierung wirft das Unternehmen regulatorische Verzögerungen vor. In einem offenen Brief an das Industrieministerium legt CEO Tore Enger die Gründe für den Fortgang aus Norwegen dar. Hier erklärt TECO 2030, dass es immer noch möglich sei, die Investitionen in Narvik fortzusetzen, wenn eine schnelle Finanzierungslösung gefunden wird.
Durch das Angebot von Lizenzvereinbarungen mit internationalen Partnern sei TECO 2030 in der Lage, die weltweite Einführung seiner Brennstoffzellentechnologie in Schwerlastanwendungen zu beschleunigen.
Diese Entscheidung spiegele das Engagement von TECO 2030 für Wachstum in dynamischen globalen Märkten wider. Da die Chancen in Regionen wie den USA, Indien und Südostasien wachsen, angetrieben durch starke staatliche Unterstützung und erhebliche öffentliche Investitionen in Wasserstoff, positioniere sich TECO 2030 so, dass es diese Chancen voll ausschöpfen kann. In den USA würden Initiativen wie das überparteiliche Infrastrukturgesetz und das Inflationsreduzierungsgesetz (IRA) günstige Bedingungen für die Wasserstoffentwicklung bieten, wo acht Milliarden Dollar für Wasserstoffzentren und 369 Milliarden Dollar für Klima- und Energieinitiativen bereitgestellt werden. TECO 2030 werde diese Chancen über seine amerikanische Niederlassung TECO2030 INC nutzen und sich damit in die Lage versetzen, einen bedeutenden Anteil des wachsenden US-Wasserstoffmarktes zu erobern. In ähnlicher Weise verfolge Indien staatlich geförderte Projekte zur Emissionsreduzierung und zum Ausbau der Infrastruktur für erneuerbare Energien.

Indem TECO 2030 seinen Schwerpunkt auf die Lizenzierung verlagert, könne das Unternehmen die stärkere Nachfrage in internationalen Märkten mit hohem Potenzial nutzen, nachhaltiges Wachstum sicherstellen und seine Führungsrolle bei der Innovation von Wasserstoffbrennstoffzellen stärken, heißt es in einer Pressemitteilung.
Die Neuausrichtung von TECO 2030 eröffne Investoren spannende neue Möglichkeiten, da das Unternehmen sein Angebot durch Lizenzvereinbarungen effizient skalieren kann. Dadurch könne TECO 2030 seine Brennstoffzellenlösungen in verschiedene Branchen bringen, darunter Schifffahrt, Schwerlastanwendungen, Rechenzentren, Bergbau und Transport. Mit einem starken Fokus auf Regionen mit robusten öffentlichen Investitionen und günstigen regulatorischen Rahmenbedingungen sei das Unternehmen gut aufgestellt, um langfristigen Wert und Wachstum zu erzielen.
Im Mittelpunkt der Strategie von TECO 2030 stehe die PEM-Brennstoffzellentechnologie, die in enger Zusammenarbeit mit der AVL List GmbH entwickelt wurde. TECO 2030 erkunde weiterhin ergänzende Märkte, darunter Rechenzentren, Bergbau und Schwerlasttransporte. Über das geplante Joint Venture des Unternehmens mit Advait Infratech Limited in Indien und seine US-Geschäftsstellen über TECO2030 INC werde das Unternehmen günstige Marktbedingungen und öffentliche Finanzierungen wie die IRA nutzen, um das Wachstum in diesen Schlüsselregionen voranzutreiben.
TECO 2030 ist ein norwegisches Cleantech-Unternehmen mit über 30 Jahren Erfahrung in der maritimen Industrie. Das Unternehmen wurde aus der TECO Maritime Group ausgegliedert, die seit 1994 Technologien und Dienstleistungen für die globale Schifffahrt liefert. TECO 2030 konzentriert sich auf die Entwicklung emissionsfreier Lösungen für die Schwerindustrie. Das Unternehmen bietet innovative Brennstoffzellentechnologie auf Wasserstoffbasis an, die darauf ausgelegt ist, die Umweltauswirkungen der globalen Schwerindustrie deutlich zu reduzieren.
In Zusammenarbeit mit der AVL List GmbH, Entwickler von Antriebssträngen, hat TECO 2030 Brennstoffzellenlösungen für Anwendungen in Branchen wie Schifffahrt, Bergbau, LKW-Transport und Rechenzentren entwickelt.
Lesen Sie hier den Brief an das norwegische Industrieministerium.
