Norwegens Industrieministerin verspricht Kurtaxe für die Lofoten

Im Herbst will die Regierung einen Vorschlag vorlegen, wie die Erhebung lokaler Besucherbeiträge geregelt werden kann. Im Bild:  Svolvær, die Hauptstadt der Lofoten©BPN

Oslo, 16. August. Norwegens Industrieministerin Cecilie Myrseth will so schnell wie möglich einen Vorschlag zur Erhebung einer Touristensteuer auf den Lofoten vorlegen. Während ihres Besuches auf den Lofoten Anfang August sprach Myrseth mit mehreren Unternehmern und Einwohnern, die sich insbesondere über das Parkverhalten von Wohnmobilen beklagten und Vorschläge zur Verbesserung der Situation vorlegten. Sie forderten Medienangaben zufolge eine stärkere Regulierung des Tourismus durch den Staat. Die Erarbeitung eines Vorschlages für die Umsetzung von Pilotprojekten bezüglich lokaler Besucherbeiträge ist bereits in der Tourismus-Roadmap, die die Regierung im Februar vorlegte, enthalten. Die Kommunen hätten bereits verschiedene Vorschläge gemacht, wie eine Kurtaxe aussehen könnte.

„Im Gegensatz zur vorherigen Regierung werden wir einen lang erwarteten Vorschlag vorlegen, der sicherstellt, dass die Touristen, die hierher kommen, sich anmelden und für die öffentlichen Güter bezahlen müssen“, sagte die Ministerin gegenüber E24. Allerdings werde man kein Tor oder eine Mauer zu den Lofoten bauen.

Im Herbst will Myrseth auch einen Vorschlag für ein nationales System zur Zertifizierung von Reise- und Tourismusführern vorlegen. Es sei wichtig sicherzustellen, dass diejenigen, die durch die Berge führen, tatsächlich über eine gewisse Kompetenz verfügen. 

Norwegen soll sich zum nachhaltigsten Reiseziel der Welt entwickeln, profitabel und umweltfreundlich sein. In einer Roadmap, die im Frühjahr vorgestellt wurde, sind 43 Maßnahmen aufgelistet, um die Tourismusbranche zu stärken. Die Maßnahmen reichen von örtlichen Besucherzuschüssen bis hin zu einem nationalen Zulassungssystem für Reiseführer. Ein nationales Zulassungssystems für Reiseführer soll dazu beitragen, die Qualität der Betreuung zu steigern und gleichzeitig die Sicherheit zu erhöhen und die Professionalität im Beruf zu stärken. Innovation Norway hat einen Vorschlag für ein nationales Zulassungssystem für lokale und regionale Reiseführer und Bergführer ausgearbeitet. Der Vorschlag wurde in Zusammenarbeit mit den Outdoor-Organisationen entwickelt und wird derzeit vom Ministerium bewertet.

In der Tourismusbranche arbeiten in Norwegen über 180.000 Menschen.

Finden Sie hier die Roadmap für die Tourismusindustrie.

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