Verwalter des norwegischen Ölfonds lehnt Gehaltspaket für Tesla-Chef Elon Musk erneut ab

Beteiligung des norwegischen Staatsfonds an Tesla Inc.©NBIM

Oslo, 11. Juli 2024. Der Verwalter des norwegischen Staatsfonds, Norges Bank Investment Management (NBIM), veröffentlicht in der Regel fünf Tage vor einer Aktionärsversammlung von Unternehmen, an denen der Ölfonds Anteile hält, Abstimmungsanweisungen. Im Falle der bevorstehenden Aktionärsversammlung der Tesla Inc. am 13. Juni empfiehlt NBIM, gegen einen Vorschlag zur Ratifizierung leistungsbezogener Aktienoptionen für Elon Musk zu stimmen. Das Management von Tesla dagegen gibt eine Empfehlung zur Zustimmung zum Gehaltspaket. „Obwohl wir den erheblichen Wert schätzen, der seit der Gewährung im Jahr 2018 unter der Führung von Herrn Musk geschaffen wurde, sind wir weiterhin besorgt über die Gesamthöhe der Vergütung“, heißt es in der entsprechenden Begründung. Es würde eine starke Verwässerung der Aktionäre mit sich bringen, bezüglich der Wertentwicklung die falsche Struktur aufweisen und zu keiner Minderung des Risikos für Schlüsselpersonen führen. „Wir werden weiterhin einen konstruktiven Dialog mit Tesla zu diesem und anderen Themen suchen.“ Es handelt sich nach einer Veröffentlichung von Bloomberg um ein Gehaltspaket von 56 Milliarden US-Dollar.

Die Abstimmung zum Gehaltspaket steht bereits zum zweiten Mal auf der Tagesordnung. Bereits 2018 hatte der norwegische Ölfonds gegen das Paket gestimmt, obwohl etwa drei Viertel der Anleger die Annahme unterstützten. Ein Kleinaktionär klagte gegen dieses Ergebnis und ein Richter erklärte den Deal Anfang dieses Jahres für ungültig, mit der Begründung, die Investoren seien nicht vollständig über die Einzelheiten informiert worden. So setzte Tesla die Abstimmung für die nächste Aktionärsversammlung erneut auf die Tagesordnung.

Stimmt die Mehrheit der Aktionäre dem Vergütungsplan zu, erhält Elon Musk einen weiteren Anteil von etwa zehn Prozent der Tesla Inc.. Gegenwärtig hält Musk laut Marketscreener fast 13 Prozent der Anteile an dem Unternehmen. Der norwegische Ölfonds liegt mit einem Anteil von 0,98 Prozent an Tesla Inc. (31.12.2023) auf Platz zehn der größten Investoren. Die Forderung der hohen Entlohnung war 2018 an die Erreichung bestimmter Unternehmensziele gebunden.

Neben weiteren Vorschlägen, denen NBIM nicht zustimmten wird, gehört auch die Verpflichtung zu einem Moratorium für die Beschaffung von Mineralien aus dem Tiefseebergbau. Als Begründung für das empfohlene Abstimmungsverhalten heißt es: „Wir werden keinen Aktionärsvorschlag unterstützen, der in Bezug auf die Strategie und/oder den Betrieb des Unternehmens zu normativ erscheint oder unrealistische Zeitrahmen, Ziele oder Methoden für die Umsetzung vorgibt.“
Norwegen ist eines der ersten Länder, die den kommerziellen Tiefseebergbau erlaubt.

Sehen Sie hier die Empfehlungen des Norges Bank Investment Management für die Hauptversammlung von Tesla, Inc. am 13. Juni 2024.

Sehen Sie hier das Abstimmungsverhalten der Norges Bank Investment Management gegenüber Tesla in den vergangenen Jahren.

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