Norwegen startet Panzerproduktion in Levanger

Das norwegische Unternehmen RITEK und KNDS Deutschland unterzeichnen im Beisein des norwegischen Verteidigungsminister Bjørn Arild Gram und des deutschen Botschafters in Norwegen, Dr. Detlef Wächter, die Vereinbarung zur Montage von 37 Leopard 2-Panzern in Norwegen.©AHK Norwegen

Oslo, 11. Juni 2024. 37 der 54 Leopard 2-Panzer, die Norwegen im Februar dieses Jahres bei Krauss-Maffei Wegmann in Deutschland bestellt hat, sollen bei RITEK AS in Levanger montiert werden. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten RITEK und KNDS Deutschland am 11. Juni im Rahmen einer Veranstaltung der norwegisch-deutschen Handelskammer in der Osloer Militärgesellschaft. Dies könnte der Beginn eines neuen norwegischen Industrieabenteuers sein, sagt Verteidigungsminister Bjørn Arild Gram.

Die norwegische Regierung hatte im vergangenen Jahr 54 neuen Leopard 2 A8 NOR-Panzern bei Krauss-Maffei Wegmann bestellt. Der Panzer sei der modernste und digitalisierteste Panzer, der jemals hergestellt wurde, und eine sehr wichtige Maßnahme zur Stärkung der norwegischen Streitkräfte, teilt das Verteidigungsministerium mit.

„Es ist geplant, dass RITEK nicht nur die norwegischen Leopard-Panzer montiert, sondern auch zu einem nordischen Zentrum für Wartung, Reparatur und Modernisierung der Nordic Leopard-Flotte wird. Die Produktionslinie soll nach der Produktion der norwegischen Panzer aufrechterhalten werden, damit RITEK weiterhin Panzer produzieren kann, die in andere Länder exportiert werden. Dies sei sowohl für die lokale Wertschöpfung als auch für die nationale Bereitschaft positiv“, sagt Gram.

Leopard 2 A4 beim Wintertraining. Der Nachfolger des Leopard 2A8 wird in Trøndelag hergestellt. © Frederik Ringnes / Die norwegischen Streitkräfte

„In den nordischen Ländern besteht Bedarf an einer Erhöhung der Werkstattkapazitäten für schwere Fahrzeuge. Der heute hier von RITEK und KNDS Deutschland unterzeichnete Vertrag weird sowohl die industrielle Zusammenarbeit zwischen Norwegen und Deutschland stärken als auch gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit und Versorgungssicherheit Europas stärken“, sagte der Verteidigungsminister.

Die Geschichte von RITEK basiert auf dem Unternehmen Rinnleiret Teknisk Verksted (RITV), das 2002 seine Tätigkeit beendete. Mehrere Mitarbeiter von RITV nahmen Verhandlungen mit den norwegischen Streitkräften über die Gründung eines neuen Unternehmens auf der Grundlage von RITV auf. Nach einer langen Verhandlungs- und Planungsphase wurde Ritek AS von sieben ehemaligen Mitarbeitern zusammen mit einem regionalen Entwicklungsunternehmen gegründet. 

In den ersten Jahren führte Ritek AS mehrere mechanische Aufträge für die norwegischen Streitkräfte aus und etablierte sich gleichzeitig bei mehreren Kunden in der zivilen Produktion – vom Umbau militärischer Panzer bis hin zur Wartung und Instandhaltung von Bussen und LKWs für die Transportunternehmen der Region. 

Die Produktionsstätte von RITEK liegt am Rande der Stadt Levanger in der Region Trøndelag. Levanger ist eine Universitätsstadt und das Verwaltungszentrum der Gemeinde Levanger in der Provinz Trøndelag.

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