DFDS verkauft Strecke Oslo-Frederikshavn-Kopenhagen an schwedische Reederei Gotlandsbolaget

Der Verkauf umfasst die beiden auf der Route eingesetzten Schiffe Crown Seaways und Pearl Seaways, Hafenvereinbarungen und Terminalausrüstung. Im Rahmen des Verkaufs werden auch rund 800 Mitarbeiter aus dem Streckenbetrieb und Supportfunktionen zu Gotlandsbolaget wechseln.©DFDS

Kopenhagen, 10. Juni 2024. Die dänische Reederei DFDS wird die Minikreuzfahrtroute zwischen Norwegen und Dänemark an die schwedische Reederei Gotlandsbolaget verkaufen. Die Entscheidung stelle sicher, dass die Route künftig die nötige Aufmerksamkeit und Investitionen erhält, um sich weiterzuentwickeln, teilt die Reederei mit. DFDS will sich stärker auf sein Kerngeschäft im Bereich Fracht, Personentransport und Logistik konzentriert. Der Verkaufspreis beträgt rund 400 Millionen DKK. Betroffen sind die Schiffe Crown Seaways und Pearl Seaways. Sie sollen im Rahmen der Transaktion nicht umgeflaggt werden und im Zuge der Routenverlegung seien keine Entlassungen geplant. Der Verkauf soll im Oktober 2024 abgeschlossen sein.

„Die Route ist Teil unserer Geschichte und unseres Erbes. Schweren Herzens haben wir ein neues Zuhause für die Route gefunden und müssen uns von vielen geschätzten Kollegen verabschieden. Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass dies für alle der beste Weg ist. Wir sind im Laufe der Jahre erheblich gewachsen und haben uns weiterentwickelt. Die Route verdient es, in die Hände eines Eigentümers zu gelangen, dessen Kreuzfahrterfahrung ein zentraler Bestandteil seiner Strategie für die Zukunft ist. Wir freuen uns, diese Erfahrung mit Gotlandsbolaget gefunden zu haben“, sagt Torben Carlsen, CEO von DFDS.

Die OFC-Route ist in erster Linie eine Kreuzfahrt-Erlebnisroute, die jedes Jahr mehr als 700.000 Passagiere zwischen Norwegen und Dänemark befördert. Die Route passe gut zum strategischen Fokus von Gotlandsbolaget, teile DFDS mit.

„Wir sehen in diesem Geschäft großes Potenzial. Die Route läuft heute gut und gemeinsam mit unseren neuen Kollegen werden wir daran arbeiten, Kontinuität zu gewährleisten und das Produkt weiterzuentwickeln. Dies ist ein weiterer Schritt in unserer strategischen Ausrichtung auf die Expansion in der Passagierschifffahrt“, so Håkan Johansson, CEO von Gotlandsbolaget.

Das Fährtransportnetz von DFDS besteht aus reinen Frachtrouten im Mittelmeer und auf der Nordsee sowie kombinierten Fracht- und Passagierrouten auf der Ostsee, zwischen den Niederlanden und Großbritannien, auf dem Ärmelkanal und auf der Straße von Gibraltar.

Nach Abschluss der Transaktion wird DFDS über 21 Schiffe unter dänischer Flagge verfügen, auf denen rund 1.100 Seeleute arbeiten. Darüber hinaus beschäftigt DFDS über 1.000 Mitarbeiter in mehr als 10 Niederlassungen, Terminals und Logistikstandorten an Land in Dänemark. Nach der Transaktion beschäftigt DFDS insgesamt 13.200 Mitarbeiter.

Der Abschluss der Transaktion unterliegt den üblichen Abschlussbedingungen; behördliche Genehmigungsbedingungen gelten nicht.

Gotlandsbolaget wurde 1865 gegründet und ist Schwedens älteste Passagierschifffahrtsgesellschaft. Die Gruppe beschäftigt 600 Mitarbeiter und hat ihren Hauptsitz in Visby auf der Insel Gotland. Gotlandsbolaget ist an der Nasdaq First North in Schweden notiert.

Gotlandsbolaget hat das erklärte Ziel, bis 2045 klimaneutrale Reisen zwischen Gotland und dem Festland anzubieten. Die Arbeiten an Schiffen der nächsten Generation würden sich nun auf Horizon X, einen Hochgeschwindigkeitskatamaran, der mit Wasserstoff betrieben werden kann, konzentrieren, schreibt das Unternehmen in der Presseinformation. Auch die Linie zwischen Oslo und Kopenhagen werde mit großen Ambitionen für die Zukunft betrieben, wobei die ersten Schritte darin bestehen werden, bestehende Schiffe zu optimieren.

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