Änderungen des Rechts der Verbraucher auf Bargeldzahlung ab Oktober 2024 in Kraft

Ob Würstchen oder Eis am Stiel – in Norwegen funktioniert die digitale Zahlung überall. Bargeld dagegen wird nicht überall angenommen. Das soll sich jetzt ändern – zumindest gibt es klare Regeln.©BPN

Oslo, 7. Juni 2024. Am 1. Oktober treten in Norwegen Änderungen am Finanzvereinbarungsgesetz in Kraft, die das norwegische Parlament Storting im Juni beschlossen hat. Die Änderungen stärken das Recht der Verbraucher auf Barzahlung und machen die Regeln sowohl für Kunden als auch für Händler verständlicher und praktischer.

Umfragen würden zeigen, dass bis zu 600.000 Norweger aus verschiedenen Gründen nicht digital sind. Die Regierung sei davon überzeugt, dass diese Gruppen die gleichen Zahlungsmöglichkeiten haben müssen wie alle anderen und habe daher dafür gesorgt, dass das Recht auf Bargeldzahlung gestärkt wird, teilt das Justizministerium mit. Die bisherigen Regelungen im Financial Agreements Act, die festlegen, in welchen Zahlungssituationen der Verbraucher das Recht hat, in bar zu zahlen., seien unklar gewesen.

„In einer digitalen Welt vergisst man leicht, dass es eine große Gruppe von Menschen gibt, die nicht digital sind. Bargeld ist auch eine wichtige Bereitschaft der Gesellschaft. Ich freue mich, dass die Mehrheit im Storting unseren Vorschlag zur Stärkung des Rechts auf Bargeldzahlung eindeutig unterstützt hat. Die Regelungen waren zu unklar. Die Menschen müssen darauf vertrauen können, dass sie bezahlen können, wenn sie in den Laden, ins Restaurant oder zum Friseur gehen“, sagt Justiz- und Notstandsministerin Emilie Enger Mehl.

Darüber hinaus wird empfohlen, etwas Bargeld aufzubewahren, da digitalisierte Zahlungslösungen unter anderem anfällig für digitale Angriffe seien.

Die Regierung hat außerdem einen öffentlichen Ausschuss eingesetzt, der prüfen soll, wie in Zukunft sichere und einfache Zahlungen für alle gewährleistet werden können. Der Ausschuss muss seinen Bericht bis zum 15. November 2024 dem Finanzministerium vorlegen.

„Es handelt sich um eine beständige Gesetzesänderung, sowohl im Interesse der sozialen Sicherheit als auch im Interesse des Einzelnen, damit Menschen, die Bargeld nutzen, nicht aus der Gesellschaft herausfallen“, so Mehl abschließend.

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