China und Norwegen vereinbaren Zusammenarbeit zur Reduzierung der Plastikverschmutzung

Ein chinesischer Arbeiter vor einem großen Haufen Plastikflaschen an einer Recyclingstation in der Stadt Zhengzhou, Zentralchina, Provinz Henan©Depositphotos

Peking, 7. Juni 2024. Norwegen und China vereinbarten für den Zeitraum 2024 bis 2027 in Peking eine Partnerschaft zur Reduzierung von Plastikmüll. Die Zusammenarbeit soll Chinas Fähigkeit stärken, Maßnahmen und Werkzeuge entlang des gesamten Kunststofflebenszyklus zu entwickeln, teilt das norwegische Umweltministerium mit. Auch soll das Abkommen China in die Lage versetzen, ein internationale Abkommen gegen Plastikverschmutzung umzusetzen, das bis Ende dieses Jahres unterzeichnet werden soll.

China ist der weltgrößte Kunststoffproduzent. Das Land verbraucht ein Fünftel des weltweiten Plastiks. Im Jahr 2020 produzierte China 600 Millionen Tonnen Plastik, recycelte aber nur 16 Millionen Tonnen. Daher spiele China eine entscheidende Rolle, wenn die Welt das Problem der Plastikverschmutzung lösen will, heißt es in der Pressemitteilung des Ministeriums.

China habe sich ehrgeizige Ziele zur Reduzierung und stofflichen Verwertung von Kunststoffabfällen gesetzt. „Wir können die großen Probleme der Welt nicht ohne Zusammenarbeit lösen, wenn die Welt den Trend weg von der zunehmenden Produktion und dem erhöhten Verbrauch von Kunststoff umkehren will“, sagte Norwegens Umweltminister Andreas Bjelland Eriksen. Das Projekt werde auch die Bemühungen verstärken, die Menge an Kunststoffen aus China zu reduzieren, die als Abfall in der Umwelt landet.

„Es ist sehr gut, dass chinesische und norwegische Berufsgemeinschaften ihre Kräfte bündeln, um ihre Bemühungen gegen die Plastikverschmutzung zu verstärken. Jetzt, da wir in die letzten Verhandlungen über ein neues globales Abkommen zur Bekämpfung der Plastikverschmutzung und des Meeresmülls eintreten, ist es von entscheidender Bedeutung, sich auf konkrete Lösungen zu konzentrieren“, so Bjelland Eriksen weiter.

Das Projekt ist im bilateralen Dialog zwischen dem Ministerium für Klima und Umwelt und dem chinesischen Ministerium für Ökologie und Umwelt verankert. Die Hauptpartner des Projekts sind das Regionalzentrum der Basler Konvention für Asien und den Pazifik, die norwegische Umweltbehörde und das norwegische Institut für Wasserforschung (NIVA). Dies ist Phase 2 der Zusammenarbeit und trägt den Titel „SINOPLAST II“.

Das Projekt verfügt über ein Budget von 20,5 Millionen NOK. Die Arbeit wird von der norwegischen Botschaft in Peking (bis zu 10,5 Millionen NOK) und chinesischen Partnern kofinanziert.

Norwegen kooperiere mit China dort, wo es im norwegischen Interessen liege, teilt das Ministerium mit. Die Zusammenarbeit mit China zur Erreichung von Klima- und Umweltzielen isei ein Beispiel für einen Bereich, in dem Norwegen starke Interessen habe. Die sicherheitspolitischen Entwicklungen erfordere, dass Norwegen angesichts Chinas aktive Maßnahmen zur Wahrung der nationalen Sicherheit ergreift. Dazu gehört auch, dass Norwegen in allen Bereichen der Zusammenarbeit mit China und chinesischen Akteuren ein ausgeprägtes Sicherheitsbewusstsein haben müssen.

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