Kronprinzessin Mette-Marit legt Grundstein für neues Wikingerzeitmuseum auf Bygdøy

Das Oseberg-Schiff ist momentan im alten Musesumsgebäude Vikingskipshuset untergebracht. Es wird im neuen Wikingerzeitmuseum ein neues Zuhause finden.©Tor Erik Schrøder / NTB / The Royal Court

Oslo/ Bygdøy, 4. Juni 2024. Am 4. Juni legt die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit den Grundstein für das neue Wikingerzeitmuseum auf der Halbinsel Bygdøy im Oslofjord. Es wird die weltweit größte Museumsanlage zur Wikingerzeit sein. Die Eröffnung ist für 2027 geplant. Die Rohbauarbeiten für den neuen Museumsbereich laufen bereits auf Hochtouren.

In der neuen Museumsanlage werden die drei am besten erhaltenen Wikingerschiffen der Welt eine neue Heimat finden: das Osebergschiff, das Gokstadschiff und das Tuneschiff sowie weitere 5.500 Objekte aus der Wikingerzeit.

Kronprinzessin Mette-Marit legt den Grundstein für das neue Wikingerzeitmuseum in Form einer Schatulle. Rechts: Harald Nikolaisen, Geschäftsführer von Statsbygg. ©Liv Anette Luane, The Royal Court

„Das ist ein großer Tag! Nicht nur für uns, die wir heute hier stehen, sondern für ganz Norwegen. In einigen Jahren wird dieses Gebäude die weltweit bedeutendste Sammlung aus der Wikingerzeit beherbergen, mit Tausenden von archäologischen Objekten, die aus weiten Teilen des Landes gesammelt wurden. Deshalb ist dies ein Museum für ganz Norwegen, aber auch darüber hinaus, weil wir dieses kulturelle Erbe im Namen der Generationen vor uns und der Generationen nach uns verwalten – aus der ganzen Welt. Wir tun dies aus Dankbarkeit, Demut und mit Wissen“, sagte Museumsdirektor Aud V. Tønnessen in seiner Rede..

Die Grundstein-Schatulle ist gut gefüllt.©Mari P. Wammer/ Kulturhistorisches Museum

Die vom Kulturhistorischen Museum verwalteten Wikingerschiffe sind Norwegens bedeutendstes Kulturerbe. Die Wikingerzeit sei ein zentraler Zeitraum in der norwegischen Geschichte, und das Interesse an Wikingerschiffen und den übrigen Artefakten aus der Wikingerzeit war schon immer groß – schon seit Beginn der Ausgrabungen im 19. und 20. Jahrhundert., teilt das norwegische Königshaus mit.

Das neue Wikingerzeitmuseum wird mit 13.000 Quadratmetern dreimal so groß sein wie das alte Wikingerschiffhaus. Es entsteht als Erweiterung des alten Gebäudes. Das neues, klimatisiertes Gebäude mit neuen Trägersystemen wird die einzigartigen Objekte für die Gegenwart und Zukunft sichern.

In der vergrabenen Schatulle liegen folgende Gegenstände:

  • Ein Hundertschein mit dem Gokstad-Schiff darauf, ein 20-Kronen-Schein mit dem Oseberg-Schiff darauf – und um sicherzugehen, dass diejenigen, die die Zeitkapsel öffnen, den korrekt datierten Grundstein erhalten, auch einen 20-Kronen-Schein aus dem Jahr 2024. Außerdem ist es eine mehrere tausend Jahre alte Tradition, Münzen als Grundstein zu verwenden.
  • Ein Spachtel, der für die Ausgrabung des Gjellestad-Schiffes 2021/2022 verwendet wurde – dies ist die erste Ausgrabung eines neuen Wikingerschiffs in Norwegen seit dem Oseberg-Schiff. 
  • Ein Vibrationsmesser, der während des Bauprojekts zur Sicherung von Schiffen und Schlitten gegen Vibrationen in einem völlig einzigartigen und äußerst komplexen Bauprojekt eingesetzt wird. 
  • Wenn derjenige, der die Zeitkapsel öffnet, Informationen aus dem beigefügten Memory Stick abrufen kann, findet er neben den Bauplänen und Informationen zur Grundsteinlegung auch einen Überblick über das gesamte Wissen des Museums über die Wikinger im Jahr 2024. Auch wurden Fragen zur Wikingerzeit auf den Stick gespeichert, die heute noch nicht beantwortet werden können.
  • In der Schatulle sind auch drei kleine Zinnwikinger mit Preisschild eingelegt. Dies sind beliebte Souvenirs für Wikinger-interessierte Touristen im Jahr 2024.
  • Darüber hinaus hat die Universität Oslo ein kleines Fotoalbum mit historischen Fotos der Wikingerschiffe beigefügt.

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