Meereshitzewelle vor der norwegischen Küste

Karte mit der Meereshitzewelle vor der norwegischen Küste am 22. Mai 2024.©NOAA

Oslo, 26.Mai 2024. Seit Mitte Mai hat sich vor der Küste Südnorwegens eine Meereshitzewelle entwickelt. Wie das Bjerkes Centre für Klimaforschung mitteilt, sei es in den vergangenen Wochen ungewöhnlich warm gewesen. Nicht nur an Land würde es sich aufheizen.

Derzeit sei die Meerestemperatur im Ozean für diese Jahreszeit ungewöhnlich hoch. In Bergen würde die Temperatur auf Meereshöhe normalerweise unter zehn Grad bleiben, während sie jetzt bis zu drei bis vier Grad höher ist als normal. Die Temperatur an der Meeresoberfläche sei daher im Mai extrem hoch. Das Institut spricht daher von einer Meereshitzewelle .

Das von einer Meereshitzewelle betroffene Gebiet umfasst weite Teile der Nordsee. Obwohl die Meeresoberflächentemperatur vor der Küste südlich von Oslo am höchsten ist, weichen auch die Meeresgebiete außerhalb ganz Südnorwegens stark vom Normalwert ab.

Das Bjerkes Centre und das Nansen Centre warnen vor solche Meereshitzewellen. Die Hitzewellen dauern mehrere Tage und können bis zu mehreren Monaten anhalten. Dies könne negative Folgen für das Meeresleben haben. Im Projekt Bjerknes Climate Prediction Unit und SFI Climate Futures werden Klimawarnmodellen entwickelt. Klimavorhersagemodelle können verwendet werden, um vorherzusagen, wo in einigen Monaten – und vielleicht sogar Jahren in der Zukunft – eine hohe Wahrscheinlichkeit für Meereshitzewellen auftreten wird.

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