Kein Streik an norwegischen Flughäfen –Vermittlungen zwischen Gewerkschaft und NHO Luftfart erfolgreich

Von einem möglichen Streik wären vor allem dei Flughäfen Oslo und Bergen betroffen gewesen. Am Montag Nachmittag einigten sich die Parteien und der Streik konnte abgewendet werden.©Fellesforbundet

Oslo, 27. Mai 2024, 13.32 Uhr. Nach stundenlangen Verhandlungen mit einem Mediator einigten sich die Gewerkschaft Fellesforbundet und der Arbeitgeberverband NHO Luftfart auf eine neue Vereinbarung zum Flugvertrag. Die Gewerkschaft hatte mit Streik gedroht, von dem die Flughäfen Oslo und Bergen betroffen gewesen wären. Nun wurde der Streik abgewendet. Bei den Verhandlungen ging es um den Luftfahrtvertrag, der über 2.000 Mitglieder, unter anderem Flugtechniker, Kabinenpersonal und Reinigungspersonal, betrifft.

Ursprünglich hieß es, dass, wenn sich die Parteien bis Sonntagabend nicht einigen können, ein Streik von 447 Mitgliedern droht. „Ein Streik wird höchstwahrscheinlich starke Auswirkungen auf den Flugverkehr in Norwegen haben. Natürlich wollen wir keinem unschuldigen Dritten Schaden zufügen, aber unsere Mitglieder sind sehr bereit für einen möglichen Kampf um ihre Forderungen zum Flugabkommen. Eine mögliche Eskalation des Streiks werde kontinuierlich geprüft und gegebenenfalls umgesetzt, sagt Verhandlungsführer und Gewerkschaftssekretär Dag-Einar Sivertsen.

Bei den Verhandlungen erzielte die Gewerkschaft

  • einen allgemeinen Zuschlag für Mitarbeiter von NOK 7. die Stunde
  • Die Mindestlohnsätze werden um 9 NOK pro Stunde angehoben.
  • andere Sätze werden um 9,8 Prozent erhöht.

Sivertsen, sagt, dass die Delegation mit der Forderung nach einer Rente keinen Erfolg gehabt habe, aber für wichtige Forderungen wie eine Verlängerung des Schichtzuschlags, eine Erhöhung des Facharbeiterzuschlags und mehrere andere wichtige Forderungen Zustimmung erhalten habe. „Was uns am meisten zufriedenstellt, ist, dass die Luftfahrtbestimmungen des Abkommens nach den Verhandlungen an den Branchenstandard angepasst wurden, sodass das Abkommen nun wieder für das Luftfahrtpersonal attraktiv ist.“

„Wir freuen uns, eine Einigung erzielt zu haben und einen Streik zu vermeiden, der viele Reisende treffen würde. Die Mediation war langwierig, anspruchsvoll und kompliziert. Wir haben in einer Branche, die sich in einer anspruchsvollen Situation befindet, einen langen Weg zurückgelegt“, sagt Erik Lahnstein, CEO von NHO Luftfart. 

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