Erste Auktion der Europäischen Wasserstoffbank: Norwegisches Unternehmen SkiGA AS unter den sieben Gewinnern

An der Westküste Norwegens soll Europas erste emissionsfreie Produktionsanlage für grünes Ammoniak entstehen. Das Projekt erhält nun Zuschüsse von der Europäischen Kommission.©Illustration: Fuella SkiGA/

Brüssel, 30. April 2024. Sieben Projekte gingen als Gewinner der ersten Auktion der Europäischen Wasserstoffbank um die Vergabe von fast 720 Millionen Euro für die Produktion von erneuerbarem Wasserstoff in Europa hervor – unter ihnen das norwegische Unternehmen Skipavika Green Ammonia (SkiGA), an dem das Energieunternehmen Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) mit zehn Prozent der Anteile beteiligt ist. Weitere Anteilseigner sind der Industriepark Skipavika Næringspark AS und das Technologieunternehmen Fuella AS aus Bergen. Das Unternehmen erhält eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 963 Millionen NOK. Die Förderung wird auf Basis der bestätigten produzierten Menge (Kilogramm) ausgezahlt.

Die Gewinner der Auktion erhalten einen Zuschlag, um die Preisdifferenz zwischen ihren Produktionskosten und dem Marktpreis für Wasserstoff auszugleichen, der derzeit von den Herstellern nicht erneuerbarer Energiequellen bestimmt wird. Die sieben ausgewählten Projekte waren die Gewinner einer überzeichneten Auktion, auf die insgesamt 132 Gebote eingingen. Zusammen wollen die erfolgreichen Bieter über einen Zeitraum von zehn Jahren 1,58 Millionen Tonnen erneuerbaren Wasserstoff produzieren und damit mehr als 10 Millionen Tonnen CO2-Emissionen vermeiden. Die ausgewählten Projekte befinden sich in vier Ländern: Spanien, Portugal, Finnland und Norwegen.

Dabei handelt es sich um die ausgewählten Projekte:

Tisch

Die Mittel für die Auktion der Europäischen Wasserstoffbank stammen aus den Einnahmen des EU-Emissionshandelssystems. Das „Auctions-as-a-service“-System steht allen Mitgliedstaaten offen und ermöglicht es ihnen, die Auktionsplattform auf EU-Ebene zu nutzen und zusätzliche Projekte mit nationalen Mitteln zu fördern.

Die sieben ausgewählten Projekte werden nun mit der Vorbereitung ihrer individuellen Finanzhilfevereinbarungen mit der Europäischen Exekutivagentur für Klima, Infrastruktur und Umwelt (CINEA) beginnen, teilt die EU-Kommission mit. Es wird erwartet, dass diese Vereinbarungen bis spätestens November 2024 unterzeichnet werden.

Die ausgewählten Projekte müssen innerhalb von maximal fünf Jahren nach Unterzeichnung der Finanzhilfevereinbarung mit der Produktion von erneuerbarem Wasserstoff beginnen. Sie erhalten die gewährte feste Prämie bis zu 10 Jahre lang für die zertifizierte und überprüfte Produktion von erneuerbarem Wasserstoff.

Die SkiGa AS will in Skipavika in Westnorwegen eine neue Wasserstofffabrik bauen. Die Investitionskosten betragen vier Milliarden NOK. Die Eröffnung der Großanlage zur emissionsfreien Ammoniakproduktion ist für 2026 geplant. Die Produktion in Skipavika wird 100.000 Tonnen emissionsfreies Ammoniak pro Jahr betragen.

Die EU-Kommission plant, bis Ende dieses Jahres eine zweite Auktion der Europäischen Wasserstoffbank durchzuführen.

Enova fungiert als nationale Kontaktstelle für den Innovationsfonds in Norwegen und unterstützt norwegische Unternehmen bei der Antragsarbeit. Enova unterstützte 14 norwegische Bieter im Zusammenhang mit der Wasserstoffauktion. Zusätzlich zur Beratung wurde den Bietern eine finanzielle Unterstützung von bis zu 500.000 NOK zur Deckung der mit der Antragstellung und -einreichung verbundenen Kosten gewährt.

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