Acht Unternehmen bewerben sich um Flächen zur CO2-Speicherung in Norwegen

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Oslo, 30. April 2024. Das norwegische Energieministerium hat bis zum 24. April Anträge von acht Unternehmen erhalten, die CO2 auf dem norwegischen Festlandsockel speichern wollen. Eine entsprechende Aufforderung für die Bewerbung um Flächen zur CO2-Speicherung in zwei Gebieten in der Nordsee hatte das Ministerium im März dieses Jahres veröffentlicht. Folgende Unternehmen haben sich beworben:

  • Aker BP ASA
  • Equinor Low Carbon Solutions AS
  • Lime Petroleum AS
  • Northern Lights JV DA
  • OMV (Norwegen) AS
  • PGNiG Upstream Norway AS
  • Vår Energi ASA
  • Wintershall Dea Norge AS

In der zweiten Hälfte des Jahres 2024 sollen die Explorationsgenehmigungen erteilt werden.

Mehrere Unternehmen haben in vorangegangenen Ausschreibungen bereits Lizenzen zur CO2-Speicherung auf dem norwegischen Festlandsockel erhalten, darunter auch Wintershall Dea Norge AS.

Schätzungen zufolge verfügt der norwegische Festlandsockel über eine theoretische Speicherkapazität von 80 Milliarden Tonnen CO2. Dies entspricht etwa 1.600 Jahren norwegischer CO2-Emissionen auf dem heutigen Niveau. Norwegen setze nun die langfristigen Investitionen in das CO2-Management als wichtige Maßnahme zur Erreichung der Ziele des Pariser Abkommens fort, teilt das Energieministerium mit.

„Wenn wir jetzt mehr Speichergenehmigungen ermöglichen, stärken wir unsere Rolle als Förderer klimafreundlicher Initiativen auf nationaler und internationaler Ebene und schaffen gleichzeitig neue Möglichkeiten für Wachstum und Beschäftigung in Norwegen“, sagt Energieminister Terje Aasland.

Aktivitäten zur Untersuchung und Suche nach Unterwasserreservoirs zur Speicherung von CO2 sowie die Nutzung, der Transport und die Speicherung von CO 2 in solchen Reservoirs auf dem norwegischen Festlandsockel sind in der Speicherverordnung geregelt (Verordnung vom 5. Dezember 2014 Nr. 1517).

Wer einen solches Lager betreibt, benötigt eine den Vorschriften entsprechende Genehmigung. Darüber hinaus hat die norwegische Schifffahrtsindustriebehörde am 20. Februar 2020 Vorschriften zur Sicherheit und Arbeitsumgebung für den Transport und die Lagerung von CO2 auf dem Festlandsockel erlassen (die CO2-Sicherheitsvorschriften).

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