Wintershall Dea auf der Hannover Messe: Schulterschluss mit Norwegen im CCS-Bereich

Wintershall Dea zeigt in Halle 13 auf dem Niedersachsen-Stand mit einem Modell des FluidFlower-Experiments der Universität Bergen, was mit CO2 in 2.000 Metern Tiefe unter dem Meeresboden passiert, wenn es eingespeichert wird.©Screenshot Wintershall Dea

Kassel/ Hamburg, 22.APRIL 2024. Wintershall Dea ist auf der diesjährigen Hannover Messe gleich zweimal vertreten: Vom 22. bis zum 26. April 2024 präsentiert sich das Unternehmen auf dem Niedersachsenstand In Halle 13, Stand C61, und auf dem Norwegenstand in Halle 12, Stand D40. Mit Norwegen, dem offiziellen Partnerland der Hannover Messe und wichtigstem Erdgaslieferanten Deutschlands, verbinde das Unternehmen eine jahrzehntelange Energiepartnerschaft, die jetzt auch die Entwicklung einer CCS-Wertschöpfungskette (Carbon Capture and Storage, die Abscheidung und Speicherung von Kohlenstoffdioxid) vorantreibt, teilt Winterhall Dea mit. Eines der Highlights des Unternehmensauftritts werde die Vorstellung des FluidFlower-Experiments sein. Das von Wissenschaftlern der Universität Bergen in Norwegen entwickelte Modell zeige anschaulich, was mit CO2 in 2.000 Metern Tiefe unter dem Meeresboden passiert, wenn es eingespeichert wird.

Die Hannover Messe Industrie 2024 steht mit ihrem Motto ‚Energizing a Sustainable Industry’ ganz im Zeichen der Dekarbonisierung der Wirtschaft und damit auch im Zeichen der deutsch-norwegischen Energiebeziehungen. In diesen spielen CCS-Projekte eine immer größere Rolle. So erhält das Carbon Management-Infrastrukturprojekt ‚EU2NSEA‘ (EU to North Sea) von Wintershall Dea, Equinor und Fluxys am 28. April den offiziellen Status eines Projekts von allgemeinem Interesse (Project of Common Interest, PCI) von der Europäischen Kommission. PCIs verbinden die Energiesysteme der EU-Länder und können von beschleunigten Genehmigungsverfahren und Finanzierungen profitieren. ‚EU2NSEA‘ umfasst verschiedene europäische Infrastruktur- und Speicherprojekte wie zum Beispiel die von Wintershall Dea und Equinor geplante CO2-Pipeline NOR-GE, die Wilhelmshaven an der deutschen Nordseeküste mit norwegischen Offshore-Speicherstätten ab 2030 über den von Wintershall Dea geplanten CO2-Hub CO2nnectNow verbinden soll. Dem ‚EU2NSEA‘-Projekt haben sich industrielle Emittenten aus zehn europäischen Ländern, darunter BASF, Heidelberg Materials und Arcelor Mittal angeschlossen.  

„Der dringende Bedarf an einer umfassenden europaweiten Infrastruktur zur Vermeidung von CO2-Emissionen wird in Brüssel schon lange gesehen und unterstützt. Wir freuen uns nun auch über die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz veröffentlichten Eckpunkte für eine deutsche Carbon-Management-Strategie. Jetzt gilt es, schnellstmöglich den gesetzlichen Rahmen anzupassen, auch damit wir die notwendige Investitionssicherheit für diese Projekte haben“, sagte Kathrin Dufour, Senior Vice President für Carbon Management & Hydrogen bei Wintershall Dea. Katrin Dufour wird am Dienstag, 23. April, am ‚Renewable Dialogue: North Sea Energy Hub‘ zusammen mit Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil teilnehmen. 

Ein wichtiger Baustein für den Aufbau von CO2-Wertschöpfungsketten ist der grenzüberschreitende CO2-Transport. Nach aktueller Gesetzeslage kann CO2 nicht über deutsche Grenzen transportiert werden. Anders beim Partnerland im Norden: Um dies zu ermöglichen, hat Norwegen im April mit Dänemark, Schweden, den Niederlanden und Belgien Abkommen über den grenzüberschreitenden Transport von CO2 unterzeichnet.

Erleben Sie die Live FluidFlower Injektionen in Halle 13 auf dem Niedersachsenstand (C61):
Montag, 22. April – 13:30 Uhr 
Dienstag, 23. April – 13:30 Uhr
Mittwoch, 24. April –  11:30 Uhr
Donnerstag, 25. April – 13:30 Uhr

About businessportalnorwegen

View all posts by businessportalnorwegen →

× Featured

Drei Tage Oslo mit BusinessPortal Norwegen