Rentiertransport per Lastkähnen im Norden Norwegens im Gange

Rund 8.000 Rentiere werden jeweils im Frühling und im Herbst auf Lastkähnen zu und von den Sommerweiden auf den Inseln entlang der Küste von Nord-Troms und der Finnmark transportiert ©Staatsverwalter in Troms und Finnmark

Oslo/Tromsø, 22. April 2024. Jeden Frühling und Herbst werden rund 8.000 Rentiere zu und von den Sommerweiden auf den Inseln entlang der Küste von Nord-Troms und der Finnmark transportiert. Gegenwärtig sind wieder mehrere Rentierkähne im Einsatz. Verschiedene Rentierzuchtbezirke sind auf den Transport der Rentiere auf Binnenschiffe angewiesen. Das Programm wird durch die jährliche Rentierhaltungsvereinbarung finanziert, die zwischen dem Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung und dem norwegischen Reindriftssamers Landsforbund (NRL) ausgehandelt wird.

„In der diesjährigen Rentierhaltungsvereinbarung haben wir die Zuwendungen für die Binnenschifffahrt fortgesetzt und den Rahmen von 5,5 Millionen NOK auf sechs Millionen NOK erhöht. Die Erhöhung soll für mehr Flexibilität bei der Durchführung der Transporte auf den Lastkähnen sorgen“, sagt Landwirtschafts- und Ernährungsminister Geir Pollestad.

In der Vergangenheit wurden Inseln und Halbinseln als Weideland für Rentiere genutzt. Im Laufe der Zeit verlagerte sich die Rentierzucht auf mehrere dieser Inseln, indem die Rentiere durch Meerengen und Fjorde schwammen. Die erste bekannte Rentierwanderung per Boot fand um 1850 nach Sørøya statt. Zu Beginn der 1950er Jahre wurde von den Behörden ein primitiver Lastkahn gebaut, mit dem Rentiere unter anderem nach Arnøya transportiert wurden. Mitte der 1960er Jahre wurden erstmals Landungsboote der Bundeswehr eingesetzt. Über die 1970er Jahre hinaus wurde der Rentiertransport zu einem dauerhaften System der Rentierhaltung in Troms und der Finnmark. Der Grund für den verstärkten Einsatz von Landungsbooten lag darin, dass verschiedene Arten von Eingriffen und Entwicklungen die traditionellen Wanderrouten der Rentierhaltung versperrten und der Zugang zu den Inseln durch den Einsatz von Landungsbooten erleichtert wurde. Heute sind es nicht mehr die norwegischen Streitkräfte, sondern ein privates Unternehmen, das die Landungsboote besitzt und betreibt.

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