Änderungen in der norwegischen Regierung: Industrieminister Jan Christian Vestre wird Minister für Gesundheit und Soziales

Der bisherige Industrieminister Jan Christian Vestre, hier bei einem Besuch in Hamburg, wechselt als Minister in das Ministerium für Gesundheit und Soziales. Er engagierte sich in den vergangenen Jahren stark für den Ausbau der deutsch-norwegischen Beziehungen. Wer ihn auf Konferenzen oder im direkten Gespräch erlebte, schätzte vor allem seine freundliche, lockere Art.©BPN

Oslo, 19. April 2024. Der Kronprinzregent hat heute im Kabinett die Gesundheits- und Sozialministerin Ingvild Kjerkol entlassen, nachdem norwegische Medien aufgedeckt hatten, dass ihre Masterarbeit aus dem Jahr 2021 mehrere Passagen mit identischem Text zu anderen akademischen Arbeiten enthielt, ohne die entsprechenden Quellen zu nennen.

Industrieminister Jan Christian Vestre wurde zum neuen Minister für Gesundheit und Soziales ernannt. Cecilie Myrseth, bisherige Ministerin für Fischerei und Ozeane, rückte auf den Posten des Industrieministers. Marianne Sivertsen Næss wurde neue Ministerin für Fischerei und Ozeane.

Cecilie Myrseth (rechts) und Marianne Sivertsen Næss.©NFD

Die neue Ministerin für Industrie und Handel Cecilie Myrseth (39) kommt aus Troms und ist ausgebildete Psychologin. Seit 2017 ist sie Parlamentarierin für Troms und seit 2019 Mitglied des Zentralvorstands der Labour Party. Als Industrieministerin ist sie für die Umsetzung der Regierungspolitik in den Bereichen Wirtschaft, Industrie, Mineralienindustrie, Tourismus, Konsumgüter- und Wettbewerbspolitik, Handel und Export, Staatseigentum sowie unternehmensorientierte Forschung, Entwicklung und Innovation verantwortlich. Staatssekrtäre wurden Tore O. Sandvik und Vegard Grøslie Wennesland. Als politische Beraterin fungiert Sofie Rosten Løvdahl.

Marianne Sivertsen Næss (50), neue Ministerin für Fischerei und Ozeane, kommt aus Hammerfest und hat einen Hintergrund als Lehrerin und Schulleiterin. Sivertsen Næss ist seit 2021 Parlamentsabgeordneter der Finnmark und Vorsitzender des Energie- und Umweltausschusses im Storting. Sie ist für die Umsetzung der Regierungspolitik in den Bereichen Fischerei, Aquakultur, Meeresfrüchte, Meerespolitik und Küstenentwicklung, Hafen- und Seeverkehrspolitik, Schifffahrt sowie Meeres- und maritime Forschung und Entwicklung verantwortlich. Kristina Sigurdsdottir Hansen und Even Tronstad Sagebakken wurde als Staatssekretäre berufen, Nicklas Simonsen übernimmt die Funktion als politischer Berater.

Die Regierung wird von der Labour Party (Ap) und der Center Party (Sp) gebildet. So sieht die Regierung ab dem 19. April 2024, 16 Uhr, aus:

Premierminister
Jonas Gahr Støre (Ap)

Finanzminister
Trygve Slagsvold Vedum (Sp)

Minister für Arbeit und Integration
Tonje Brenna (Ap)

Entwicklungsministerin
Anne Beathe Tvinnereim (Sp)

Gesundheits- und Pflegeminister
Jan Christian Vestre (Ap)

Minister für Kinder und Familien
Kjersti Toppe (Sp)

Außenminister
Espen Barth Eide (AP)

Verteidigungsminister
Bjørn Arild Gram (Sp)

Verkehrsminister
Jon-Ivar Nygård (Ap)

Ministerin für Justiz und Notsituationen
Emilie Enger Mehl (Sp)

Energieminister
Terje Aasland (Ap)

Ministerin für Kultur und Gleichstellung
Lubna Jaffery (Ap)

Minister für Landwirtschaft und Ernährung
Geir Pollestad (Sp)

Kommunal- und Bezirksminister
Erling Sande (Sp)

Ministerin für Digitalisierung und Verwaltung
Karianne O. Tung (Ap)

Industrieministerin
Cecilie Myrseth (Ap)

Bildungsministerin
Kari Nessa Nordtun (AP)

Klima- und Umweltminister
Andreas Bjelland Eriksen (AP)

Minister für Forschung und Hochschulbildung
Oddmund Hoel (Sp)

Ministerin für Fischerei und Ozeane
Marianne Sivertsen Næss (Ap)

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