Neues Förderprogramm für mehr Investitionen in batteriebetriebene Schiffe in Norwegen

Im August 2022 wurden in Norwegen die ersten zwei elektrischen Seedrohnen an den Lebensmittel-Logistiker Asko für den Einsatz einer emissionsfreien Transportkette über den Oslo-Fjord geleifert.©ASKO

Oslo, 16. April 2024. Die Investitionen in batteriebetriebene Schiffe gehen in Norwegen nicht schnell genug voran. Investitionen verzögern sich, weil Batterien immer noch zu teuer sind und weil zu große Unsicherheit über die verfügbare Infrastruktur besteht, teilt die Wirtschaftsförderagentur Enova mit. Jetzt startet Enova ein neues Förderprogramm „Batterie in emissionsfreien Schiffen“, um den Übergang zur emissionsfreien Schifffahrt zu beschleunigen. Es gehe darum, Batterielösungen für mehrere Schiffstypen als emissionsfreie Alternative wettbewerbsfähig zu machen und sicherzustellen, dass die Wertschöpfungskette für maritime Batterielieferanten weiterentwickelt wird.

„Batterieelektrifizierung ist als emissionsfreie Technologie für die Schifffahrtsindustrie in den meisten Fällen immer noch nicht wettbewerbsfähig. Deshalb hat Enova den Markt aufgefordert, Beiträge zu einem neuen, gezielten Programm zu leisten, das das Risiko senken und mehr Investitionen ermöglichen kann. Jetzt erhöhen wir unsere Ambitionen“, sagt Andreas Forsnes Jahn, Berater für Seeverkehr bei Enova.

Das neue Programm ersetzt ein Programm zur Elektrifizierung des Seeverkehrs, das im Februar dieses Jahres eingestellt wurde, nachdem fast 150 Schiffe mit über 1.300 Millionen NOK unterstützt wurden. Seit 2015 erhielten über 450 Schiffe über verschiedene Programme finanzielle Zuwendungen von Enova für einen Umbau in den Batteriebetrieb. Heutzutage seien Hybridlösungen in allen Schiffssegmenten verfügbar und mehrere Marktteilnehmer würden sich mittlerweile für Batterielösungen entscheiden, teilt Enova mit. Für maritime Batterieinstallationen sei eine solide Wertschöpfungskette etabliert und die Zahl der Lieferanten und Schiffe sei seit Beginn des Programms erheblich gestiegen. Die Batteriehybridisierung könne mittlerweile in bestimmten Segmenten als wettbewerbsfähige Technologie für Energieeffizienz angesehen werden.​

„Der Hauptunterschied besteht darin, dass das Gummiband jetzt in Richtung Nullemissionen gestrafft wird. In den Projekten besteht nun Ladepflicht, wobei mindestens 50 Prozent des Energiebedarfs durch Laden gedeckt werden müssen. Das Schiff muss außerdem so vorbereitet sein, dass der verbleibende Energiebedarf durch emissionsfreien Treibstoff gedeckt werden kann. Wir machen das, weil die einfachen Lösungen in Form von Projekten zur Teilelektrifizierung bereits vergeben sind. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Enova seine Instrumente im Einklang mit den Marktentwicklungen ausbaut. Dieses Programm richtet sich daher an zukunftsorientierte Spieler, die den nächsten Schritt gehen wollen“, erklärt Forsnes Jahn.

  • Ab dem 16. April können Anträge auf Förderung gestellt werden, um einen Teil der Mehrkosten für den Bau eines Schiffes zu decken, das hauptsächlich mit an Land geladenen Batterien betrieben wird. Auch kann eine Förderung für die notwendige Ladeinfrastruktur beantragt werden. Der maximale Fördersatz beträgt bis zu 80 Prozent der Zusatzkosten für Schiffe (maximal 100 Millionen NOK) und bis zu 60 Prozent der Kosten für Ladeeinrichtungen.
  • Die Zuteilung der Unterstützung erfolgt auf der Grundlage eines Wettbewerbs, bei dem die Anträge nach der angeforderten Unterstützung pro Batteriegröße und effizientem Energieverbrauch bewertet werden.
  • Die erste Bewerbungsfrist endet am 28. Mai. 
    Lesen Sie hier mehr über das Programm

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