Norwegen unterzeichnet MoU zum grenzüberschreitenden Transport und zur Speicherung von CO2 mit Belgien, den Niederlanden, Dänemark und Schweden

Von links: Daniel Liljeberg, Staatssekretär aus Schweden, Lars Aagard, Minister für Klima, Energie und Versorgung in Dänemark, Elisabeth Sæther, Staatssekretärin aus Norwegen, Caroline Kollau, Energiemarktdirektorin aus den Niederlanden und Alexia Bertrand, Staatssekretärin aus Belgien.©Belgischer Vorsitz im Rat der Europäischen Union / Julien Nizet

Brüssel, 16. April 2024. Der Aufbau einer europäischen Infrastruktur zur Kohlenstoffabscheidung und -speicherung ist in vollem Gange. Am 15. April unterzeichneten Dänemark, Norwegen, Belgien, die Niederlanden und Schweden eine Vereinbarung über den grenzüberschreitenden Transport und die geologische Speicherung von abgeschiedenem CO2. Deutschland, dessen Transport von CO2 ins Ausland noch immer nicht genehmigt wird, gerät damit bezüglich des CO2-Managements weiter ins Hintertreffen.

Bereits im Jahr 2021 unterzeichneten Norwegen und die Niederlande eine Vereinbarung zur Energiekooperation rund um die Nordsee, einschließlich der Kohlenstoffabscheidung und -speicherung. Ähnliche Vereinbarungen bestehen zwischen Norwegen und Belgien (2022) und Dänemark (2023). Mit Schweden unterzeichnete Norwegen 2022 eine gemeinsame Erklärung. Während eines informellen Energieministertreffens der EU in Brüssel am 15. April, an dem auch Elisabeth Sæther, Staatssekretärin im norwegischen Energieministerium, teilnahm, haben Dänemark, Belgien, die Niederlande und Schweden jeweils eine Vereinbarung über den grenzüberschreitenden Transport von CO2 mit Norwegen getroffen. Auch zwischen Schweden und Dänemark wurde eine solche Vereinbarung unterzeichnet. Dadurch würden einige Hindernisse auf dem Weg zu einem gut funktionierenden Markt für Kohlenstoffabscheidung und -speicherung in der Nordseeregion beseitigt, heißt es in einer Pressemitteilung der beteiligten Länder.

Norwegen habe die volle Entscheidungsfreiheit über seine Energiepolitik, aber das Land sei auch auf internationale Zusammenarbeit angewiesen, teilt das Energieministerium mit. Norwegen und die EU würden im Energiebereich eng zusammenarbeiten, und dies sei von entscheidender Bedeutung für die Bewältigung der Klimaherausforderungen und die Gewährleistung der Energieversorgungssicherheit. Die EU ist Norwegens wichtigster Exportmarkt für Gas und Norwegen nimmt aktiv am EU-Energiebinnenmarkt teil.

„Norwegen hat seit 2003 an wichtigen Treffen mit den Energieministern in Europa teilgenommen. Diese Treffen geben uns die Möglichkeit, norwegische Interessen in der EU zu fördern. Für Norwegen ist es von entscheidender Bedeutung, sich aktiv an diesen Diskussionen zu beteiligen, um eine nachhaltige und stabile Energieversorgung sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene sicherzustellen“, sagt Energieminister Terje Aasland.

Die Entwicklung von Offshore-Windkraftanlagen in der Nordsee und die Schaffung eines Marktes für die Abscheidung und Speicherung von Wasserstoff und Kohlenstoff sind zentrale Themen der Zusammenarbeit Norwegens mit der EU.

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