Hydro Årdal eröffnet neue Recyclinganlage zur Verarbeitung von Aluminiumschrott

Die neue Recyclinganlage wurde im Aluminiumwerk Hydro Årdal von Christian Sønstlien, Bürgermeister von Årdal, Industrieminister Jan Christian Vestre und Werksleiterin Anveig Bjordal Halkjelsvik eröffnet.©Jens Christian Boysen/Hydro

Årdal, 10. April 2024. Im Primäraluminiumwerk Hydro Årdal, ein Unternehmen des norwegischen Aluminiumkonzerns Norsk Hydro ASA, eröffneten Christian Sønstlien, Bürgermeister von Årdal, Industrieminister Jan Christian Vestre und Werksleiterin Anveig Bjordal Halkjelsvik am 10. April eine neue Recyclinganlage mit einer Kapazität zur jährlichen Verarbeitung von 25.000 Tonnen Post-Consumer-Aluminiumschrott. Die Investitionskosten betrugen 100 Millionen NOK.

In der modernisierten Gießanlage in Årdal wird Primäraluminium, zu dessen Produktion aus Wasserkraft hergestellte Energie verwendet wird, mit bis zu 30 Prozent Post-Consumer-Aluminiumschrott gemischt. Hydro Årdal sei nun in der Lage, REDUXA 3.0-Aluminium mit einem CO2-Fußabdruck von unter 3,0 kg CO2e/kg Aluminium herzustellen. Das seien etwa 80 Prozent weniger als der Weltdurchschnitt, teilt das Unternehmen mit.

„Kohlenstoffarmes Aluminium aus Årdal ist bereits ein wichtiger Teil der strategischen Partnerschaft von Hydro mit führenden Kunden bei unseren gemeinsamen Bemühungen zur Dekarbonisierung. Mit dieser Modernisierung und anderen langfristigen Investitionen in das Werk ist Hydro Årdal in den kommenden Jahrzehnten in der Lage, den europäischen Markt mit kohlenstoffarmem Aluminium zu beliefern“, sagt Kallevik. 

Hydro strebt an, bis 2050 ein Netto-Null-Aluminiumproduzent zu werden, und sei auf dem besten Weg, die Emissionen bis 2030 im Vergleich zu 2018 um 30 Prozent zu reduzieren. Aluminiumrecycling sei einer der Hauptpfade der Dekarbonisierungsstrategie von Hydro. 

Zusätzlich zum Recycling von Post-Consumer-Schrott arbeite Hydro an einer vollständigen Dekarbonisierung, indem es neue Technologien wie die Kohlenstoffabscheidung und -speicherung einführt und HalZero entwickelt, einen völlig neuen Elektrolyseprozess mit dem Potenzial, CO2-Emissionen aus der Primäraluminiumproduktion vollständig zu eliminieren, heißt es in einer Pressemitteilung.

„Die Nachfrage nach kohlenstoffarmem Aluminium steigt, insbesondere in der Automobilindustrie. Dank der Spitzentechnologie und des Know-hows unseres Teams in Årdal können Kunden den CO2-Fußabdruck in ihrer Wertschöpfungskette reduzieren und ihren Klimazielen näher kommen“, sagt Eivind Kallevik, Executive Vice President von Hydro Aluminium Metal. 

Bis 2050 will Hydro ein klimaneutrales Unternehmen werden. Durch Investitionen in neue Technologien und verstärktesm Recycling sollen die eigenen Treibhausgasemissionen bis 2025 um zehn Prozent und bis 2030 um 30 Prozent im Vergleich zu 2018 reduziert werden.

Eine vollständige Dekarbonisierung will Hydro durch das Recycling von mehr Altaluminium in Kombination mit der Einführung neuer Technologien erreichen. Dazu gehören die Kohlenstoffabscheidung und -speicherung, die Nutzung von Wasserstoff und Biogas als Energiequellen und darüber hinaus neue, proprietäre Technologien, die das Potenzial haben, Treibhausgasemissionen aus der Primäraluminiumproduktion zu eliminieren.

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