Finanzierungsvorschlag für zweite Röhre des Oslofjord-Tunnels vorgelegt

Im Oslofjord-Tunnel kommt es wegen des starken Gefälles häufig zu Zwischenfällen. Dann muss der Tunnel gesperrt werden. Eine zweite Röhre soll den Verkehr unter dem Fjord entlasten.©BPN

Oslo, 5. April 2024. Norwegens Regierung hat dem Storting einen Vorschlag zur Entwicklung und Finanzierung der Bauphase 2 des Projekts E134 Oslofjord-Verbindung in Akershus vorgelegt. Das Vorhaben umfasst den Bau einer neuen Tunnelstrecke im Oslofjord-Tunnel parallel zur bestehenden Tunnelstrecke. Die Finanzierung basiert auf staatlichen Mitteln und Mautgebühren. Das Projekt wird unter anderem im Nationalen Transportplan 2022–2033 erwähnt. Im diesjährigen Staatshaushalt ist festgelegt, dass das Projekt unter der Bedingung beginnen wird, dass das Storting dem Vorschlag einer teilweisen Mautfinanzierung und eines Kostenrahmens zustimmt. Das Verkehrsministerium schlägt einen Kostenrahmen von 7.750 Millionen NOK für das Projekt vor. Der Baubeginn ist für 2025 geplant, 2032 soll der Tunnel für den Verkehr freigegeben werden.

Der heutige Oslofjord-Tunnel mit zugehöriger Straße, der als erster Bauabschnitt zählt, wurde im Juni 2000 für den Verkehr freigegeben. Er ist 7.306 Meter lang und verfügt über eine Spur in jede Richtung und einer zusätzlichen Raupenspur am Anstieg. Die tiefste Stelle des Tunnels liegt 134 Meter unter dem Meeresspiegel. Als alternative Ost- westliche Straßenverbindung unter dem Drøbaksund außerhalb von Oslo verkürzte der Oslofjord-Tunnel die Fahrzeit zwischen dem östlichen und dem westlichen Ufer des Oslofjords erheblich und entlastet den Verkehr in Oslo.

Bauphase 2 der E134 Oslofjord-Verbindung© NVDB, Geovekst, die Gemeinden und Open Street Map-Mitwirkende (außerhalb Norwegens)/Statens vegvesen

Die Bauphase 2 umfasst auch den Ausbau der bestehenden Straße zwischen Måna und Vassum von einer zwei- auf eine vierspurige Straße mit neuen Strecken im Frogn-Tunnel und im Vassum-Tunnel. Das Projekt ist insgesamt 14 Kilometer lang und die Straße ist mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 km/h am Vassum-Tunnel, 90 km/h Vassum–Måna und 70 km/h durch den Oslofjord-Tunnel (Måna–Verpen) geplant.

„Ziel der Entwicklung ist eine sichere Unterquerung des Oslo-Fjords auf der bestehenden Route der E134 und eine Steigerung der Ankünfte durch eine Erhöhung der Betriebszeit auf nahezu 100 Prozent. Das Projekt werde die Verkehrssicherheit deutlich verbessern, vor allem, weil es die Möglichkeit von Kollisionen ausschließt“, sagt Verkehrsminister Jon-Ivar Nygård

Es wird eine Verbindung zwischen der neuen und der bestehenden Tunnelstrecke geben.

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