„Forenklingportalen“ zum weiteren Bürokratieabbau gestartet

Bis 2025 sollen norwegische Unternehmen durch den Abbau von Bürokratie elf Milliarden NOK einsparen. Bisher wurden Maßnahmen umgesetzt, die zum Abbau von 3,6 Milliarden NOK führten.©regjeringen.no

Oslo, 4. April 2024. Norwegens Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Geschäftskosten im Zusammenhang mit auferlegten Regeln und Meldepflichten bis 2025 um elf Milliarden NOK zu senken. Bisher haben Unternehmen durch Bürokratieabbau 3,6 Milliarden NOK eingespart. Industrieminister Jan Christian Vestre stellte jetzt weitere Maßnahmen vor. Auf dem „Forenklingportalen“, dem Einsparungsportal, können Unternehmensvertreter Vorschläge einreichen und verfolgen, wie weit die Administration auf dem Weg zum Vereinfachungsziel gekommen ist.

„Wir werden die Gründung, den Betrieb und die Arbeit in norwegischen Unternehmen einfacher machen. Durch die Vereinfachung öffentlicher Dienstleistungen, Prozesse und Vorschriften reduzieren wir Bürokratie und Verwaltungsaufwand und steigern die Effizienz und Qualität der Dienstleistungen. So können die Unternehmen die eingesparte Zeit und das eingesparte Geld für die Schaffung von Werten und Arbeitsplätzen nutzen“, sagt Wirtschaftsminister Jan Christian Vestre bei einem Treffen mit Unternehmensvertretern und der Presse in den Räumlichkeiten von Digital Norway. Im Mittelpunkt des Bürokratieabbaus stehe die Digitalisierung und die Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Akteuren. Es gehe darum, die Dinge intelligenter, effizienter und profitabler zu machen und die gesamte vorhandene Innovationskraft zu nutzen.

Bisher wurden 85 Vereinfachungsmaßnahmen umgesetzt oder befinden sich in der Umsetzung. Hier einige Beispiele:

  • Die norwegische Steuerbehörde entwickelt eine neue dialogbasierte Steuermeldung, jetzt auch für Gesellschaften mit beschränkter Haftung. Mittlerweile können rund 750.000 Unternehmen ihre Steuererklärung in einem vereinfachten Verfahren abgeben.
  • Der norwegische Zolldienst arbeitet daran, die Abläufe beim Grenzübertritt von Waren zu digitalisieren und zu vereinfachen.
  • Das Ministerium für Handel, Industrie und Fischerei arbeitet daran, den Politikapparat durch „One way in“ zu vereinfachen und benutzerfreundlicher zu gestalten.
  • Das Grundbuch wurde auf einer neuen, digitalen Plattform eingeführt. Bisher mussten Unternehmen vier Tage auf einen Kredit warten. Kredite können nun noch am selben Tag ausgezahlt werden, an dem sie registriert werden.
  • Die Gründung eines digitalen Unternehmens wurde gestartet. Bisher konnte die Gründung eines Unternehmens bis zu 30 Tage dauern. Durch eine privat-öffentliche Zusammenarbeit ist die Lösung vollständig digitalisiert. Ziel ist es, dass Unternehmer innerhalb von 24 Stunden ein Unternehmen gründen können.
  • Bauanträge bei der öffentlichen Hand werden nun digitalisiert und vereinfacht.

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