Nationaler Transportplan 2025 bis 2036: Instandhaltung der Infrastruktur für Norwegen wichtiger als große Projekte

Norwegens Regierung will sich vor allem um das Straßennetz kümmern. Deshalb gibt es mehr Geld für Betrieb, Wartung und für die Verkehrssicherheit.©BPN
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Oslo, 22. März 2024. 40 Prozent der Mittel, die im Nationalen Verkehrsplan 2025-2036 vorgesehen sind, insgesamt 484 Milliarden NOK, sollen in den Betrieb, die Wartung und kleinere Investitionsmaßnahmen in der Verkehrsinfrastruktur fließen. Dies ist eine Steigerung im Vergleich zum vorherigen Verkehrsplan, wo Betrieb, Instandhaltung und kleinere Investitionsmaßnahmen 34 Prozent ausmachten. Die Regierung werde dem Betrieb, der Instandhaltung und der Erneuerung des Straßennetzes während des NTP-Zeitraums Priorität einräumen, erklärte Verkehrsminister Jon-Ivar Nygård bei der Vorstellung des Papiers auf einer Pressekonferenz. Insgesamt will die Regierung laut Nationalem Transportplan über einen Zeitraum von zwölf Jahren 1.308 Milliarden NOK für den Erhalt und den Ausbau der Infrastruktur in Norwegen auszugeben.

Die Priorisierung von Betrieb und Wartung werde dazu beitragen, Wartungsrückstände zu reduzieren und die Lebensdauer von Straßen zu verlängern. Neue Technologien und die Entwicklung neuer Indikatoren würden dazu beitragen, dass die Straßeninstandhaltung im Planungszeitraum besser zustandsorientiert verfolgt wird. Ein in gutem Zustand befindliches Straßennetz sei wichtig, um die öffentliche Sicherheit und Bereitschaft zu gewährleisten und gegen Klimaveränderungen, extreme Wetterbedingungen, Überschwemmungen und Erdrutsche gewappnet zu sein. Investitionen in Erneuerungsmaßnahmen sollen unter anderem den Zustand von Brücken und Tunneln verbessern.

Im Planungszeitraum wurden 574 Milliarden NOK für Nationalstraßen bereitgestellt. 235 Milliarden NOK fließen in Betrieb, Wartung, Erneuerung und kleinere Investitionen. 65 Milliarden NOK stellt sie für Kreisstraßen bereit. Das Geld soll in erster Linie in die Modernisierung, Erneuerung und den Lawinenschutz fließen, um die Alltagsstraßen zu sichern. Darüber hinaus stellt sie 600 Millionen NOK bereit, um den Kreisräten die Modernisierung von 14 Brücken zu ermöglichen, die für die militärische Mobilität von entscheidender Bedeutung sind.

Die Bahn erhält fast 436 Milliarden NOK. Davon entfallen 205 Milliarden NOK auf Betrieb, Wartung, Erneuerung und kleinere Investitionen.

34,2 Milliarden NOK werden für die Verbesserung der Schifffahrtswege, die Modernisierung von Häfen und die Stärkung der Seeverkehrsdienste bereitgestellt.

Eine Milliarde NOK soll ausgegeben werden, um eine emissionsfreien und emissionsarmen Luftfahrt zu beschleunigen. 

88 Milliarden NOK stehen für die nächsten zwölf Jahre für die verkehrspolitische Entwicklung in Stadtgebieten zur Verfügung.

„Die Regierung wird den Verkehrssektor an eine neue sicherheitspolitische Situation anpassen. Mehrere Projekte und Maßnahmen im neuen NTP werden sowohl die soziale Sicherheit als auch Norwegens Beitrag zur NATO unterstützen, sagt Verkehrsminister Jon-Ivar Nygård. „Mit Schweden und Finnland als neuen NATO-Mitgliedern gewinnt Norwegen als Empfangs- und Transitgebiet für alliierte Streitkräfte an Bedeutung. Dies stellt hohe Anforderungen an zahlreiche Straßen, Brücken und Bahnstrecken.“

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